Antirassistische Initiative Rostock's Blog
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Blog zur Antirassistischen Aktionswoche 2010 in Rostock ::: Aktualisierung folgt!
Aktualisierung folgt bald! Die Antirassistische Aktionswoche 2011 geht in die Planungs- und Vorbereitungsphase. -
DONNERSTAG ::: 25.03.2010 - Bordermonitoring an der EU-Ostgrenze
Donnerstag, 25.03.2010 - Bordermonitoring an der EU-Ostgrenze
Peter-Weiss-Haus, Doberaner Strasse 21 Rostock
Beginn: 20:00 Uhr, ab 19:30 Volksküche
mit Hagen Kopp von der Initiative „kein mensch ist illegal“ aus Hanau
im Rahmen der Politischen Donnerstage von Soziale Bildung e.V.
Dass 2005 das Frontex-Headquarter in Warschau eröffnet wurde, kann durchaus als Wink mit dem Grenzzaunpfahl verstanden werden. Die „illegale Einwanderung“ aus und über den Osten wird in der EU als zentrale Herausforderung der Migrationskontrolle angesehen.
Die Ukraine gilt als einer der Brennpunkte. Seit 2 Jahren recherchiert hier eine Bordermonitoring-Initiative über die (illegalen) Rückschiebungen und zur Situation in den Internierungslagern.
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FREITAG :: 26.03.2010 - Menschenrechte in Seenot
Menschenrechte in SeenotPeter-Weiss-Haus, Doberaner Strasse 21
Freitag, 26.03.2010, Beginn 19:30 Uhr
mit Elias Bierdel, ehem. Leiter des Hilfskomitees Cap Anamur und Mitbegründer von borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen
in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern
Die Abschottungspolitik der Europäischen Union fordert Opfer unter Menschen aus zahlreichen Regionen der Welt, die vor politischer Unterdrückung, vor Krieg und Armut fliehen. Die italienische Regierung, die 2004 nichts mit den 37 Flüchtlingen der „Cap Anamur“ zu tun haben wollte, fährt nun folgende Strategie um Ankömmlinge aus Nordafrika wieder loszuwerden – sie werden noch auf hoher See nach Libyen abgeschoben. Die Verantwortung für diese unwürdige Praxis liegt allerdings nicht allein bei Italien; schließlich hat sich die gesamte EU – auch Deutschland – bis heute als unfähig erwiesen, bei der Aufnahme von Flüchtlingen mehr Solidarität zu zeigen.
Elias Bierdel rettete 2004 als Leiter des Hilfskomitees Cap Anamur im Mittelmeer 37 Flüchtlinge in Seenot. In Italien wurde er daraufhin der Schlepperei beschuldigt und in einem Aufsehen erregenden Prozess mit vier Jahren Haft sowie 400.000 Euro Geldstrafe bedroht. Im Oktober 2009 wurde Bierdel in erster Instanz freigesprochen. Derzeit ist offen, ob die Staatsanwaltschaft gegen das Urteil beruft. Erst im April 2010 endet die Berufungsfrist.
Als Vorsitzender von Borderline Europe - Menschenrechte ohne Grenzen hat es sich Bierdel nun zur Aufgabe gemacht, die europäische Öffentlichkeit wachzurütteln und dem Sterben im Mittelmeer ein Ende zu setzen. Die Arbeit von Borderline Europe ist als Akt des zivilen Widerstands gegen die Abschottung der EU und ihre tödlichen Folgen gedacht.
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MITTWOCH ::: 24.03.2010 – Szenische Lesung: "Illegal - Wir sind viele. Wir sind da."
Mittwoch, 24.03.2010 Szenische Lesung „Illegal - Wir sind viele. Wir sind da.“Ort: JAZ, Lindenstrasse 3b
Beginn: 20:00 Uhr
mit Jugendliche ohne Grenzen (JoG) aus Greifswald
Dass sie da sind, wissen wir: Menschen ohne Papiere, Illegalisierte. Doch in der Öffentlichkeit finden sie kaum Erwähnung.
Björn Bicker, Dramaturg an den Münchner Kammerspielen, hat diesen Menschen in seinem Buch „Illegal“ eine Stimme gegeben. Und diese Stimmen erschüttern. Beispielhaft hat Bicker drei Migranten ausgewählt, die abwechselnd zu Wort kommen, jeder mit seiner eigenen Sprache. Die Sprache der Drei ist kunstvoll verfremdet. Die einzelnen Texte verbindet der Theaterautor Bicker mit einer an Sprechgesänge erinnernden Satzmontage: neue menschen / wir arbeiten. / wir sind ordentlich. / wir sind fleißig. / wir haben einen traum. / wir sind krank. / wir sind gesund. / wir sind müde. / wir schwitzen. / wir sind ruhig. / wir sind wach. / wir sind nervös. / wir wohnen. / wir wohnen in zimmern.
„Illegal“, Bickers erstes Buch, beweist: Politisch engagierte Literatur muss nicht nerven, im besten Fall rüttelt sie auf und öffnet Augen.
Die JoG-Gruppe aus Greifswald (Jugendliche ohne Grenzen, selbst als Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern nach Deutschland gekommen) hat sich mit dem Thema beschäftigt und präsentiert eine szenische Lesung des Buches „Illegal - Wir sind viele. Wir sind da.“

