Mal wieder hungrig von einer Party nach Hause gegangen, getanzt, geschwitzt, gesoffen, viele nette, wunderbare Menschen getroffen. Dann das "Coming Down". Nach der Euphorie ist vor der Depression. Mal wieder. Noch berauscht von eurer Anwesenheit und im nächsten Moment einsam & allein zu Hause mit Gedanken der Sinnlosigkeit und der Resignation. Trotz Rausch, Musik & Tanz seid ihr wie so oft distanziert geblieben. Jenseits der ritualisierten Begrüßungsumarmung scheint keine Zärtlichkeit möglich, außer Mensch hat sie sich per Beziehung quasi vorreserviert. Auch die mit den antiprüden und dekonstruktivistischen Ansprüchen lassen nichts als Distanz spüren..."I feel so disconnected from the world" & "So bleibe ich also hungrig". Hungrig nach der Form von Zwischenmenschlichkeit, die über das GenossInnentum hinausgeht. Hungrig nach menschlicher Verbindlichkeit, echter Anteilnahme, einer Praxis, die versucht sich tatsächlich und persönlich umeinander zu kümmern, dem gemeinsamen Wunsch, nicht "hart & distanziert", sondern "offen & zärtlich" miteinander umzugehen....Beziehungsweise-Frei!
"Wir werden nicht dadurch freie Menschen, daß wir uns selbst, nach einer scheußlichen Phrase, als je Einzelne verwirklichen, sondern dadurch, daß wir aus uns herausgehen, zu anderen in Beziehung treten und in gewissem Sinn an sie uns aufgeben. Dadurch erst bestimmen wir uns als Individuen, nicht indem wir uns wie Pflänzchen mit Wasser begießen, um allseitig gebildete Persönlichkeiten zu werden. Ein Mensch, der unter äußerem Zwang, ja durch sein egoistisches Interesse zur Freundlichkeit gebracht wird, gelangt am Ende eher zu einer gewissen Humanität in seinem Verhältnis zu anderen Menschen als jemand, der nur, um mit sich selbst identisch zu sein - als ob diese Identität immer wünschbar wäre -, ein bösartiges, vermuffeltes Gesicht macht und einem von vornherein bedeutet, man sei für ihn eigentlich nicht vorhanden und habe in seine Innerlichkeit, die vielfach gar nicht existiert, nichts hineinzureden." [Aus: "Gesammelte Schriften - Kulturkritik und Gesellschaft" - Theodor W. Adorno]
"Arm Aber Schön" kann als politisches Kollektiv verstanden werden. Ein "loser" kollektiver Zusammenschluss, der zu einem fortschrittlichen, konkurrenzlosen Netzwerk für junge Künstler wird. Djs & Djanes, Fotografen & Fotografinnen, Grafikdesigner und Designerinnen finden zusammen. Gegenseitiger Support, Booking-Unterstützung, Profildesign und Layouthilfe sowie vermittlung von kostenlosen oder günstigen Fotoshoots. Frei downloadbare EP..s, LP..s, und Dj-Sets der Kollektiv-Artists. Werde ein Teil des Ganzen. Schicke uns eine Myspace-Nachricht.
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