«Die Perlenmusiker» titelte eine grosse Schweizer Tageszeitung einen Artikel über BluePearl. Treffender Name für die vier Jungs aus der Ostschweiz, welche ihren Namen zu Musik machen. Ihre Stücke sind Perlen, die Harmonie der Stimmen einzigartig, die Musik zwar dem Pop-Rock-Bereich zuzuordnen, Ausflüge in andere Musikwelten jedoch nicht selten. Ein kleiner Atemzug reicht meist, um die Jungs mit anderen Schweizer Pop-Rock-Grössen wie den Lovebugs oder Myron zu vergleichen.
Es war damals, im Sommer 2005. Mike und sein Bruder Bejay liessen erste Erfahrungen in einer anderen Band hinter sich und taten sich mit dem zweiten Gitarristen Indiana zusammen, welcher eben erst aus dem Amerika-Austausch zurückgekommen war. Die Suche nach einem geeigneten Schlagzeuger erübrigten sich spätestens, als Indiana’s Cousin Gino zur Band hinzustiess. Schnell kamen erste Auftritte bei Familien- und Schulfesten. Die Band, damals noch ohne Namen, wollte jedoch mehr, meldete sich bei diversen Wettbewerben und Veranstaltern und nahm in Eigenregie immer mehr selbstgeschriebene Songs auf.
Doch sollte es drei Jahre dauern, bis sich die vier selbst so weit bereit sahen, ins Studio zu gehen, um eine professionelle Platte aufzunehmen. Bereits während den Aufnahmen erarbeiteten sie sich ihren ersten kleinen Durchbruch: Beim BandX-Contest 2008 erreichten sie nach einem tollen Konzert in der Vorrunde das Finale und spielten vor einer restlos überfüllten Halle um den Gesamtsieg. Um 2 Uhr nachts wurde der Sieger verkündet: „1ster Platz: BluePearl!“ Die Jury war sich einig: „Von diesen Jungs wollen wir mehr hören!“
Mit ihrem Erstling Arm Candy zeigen sie, dass sie auch das Zeug dazu haben, den Erwartungen gerecht zu werden. Getragen von Mike’s berührender Lead-Stimme reicht die Auswahl von ergreifenden Balladen wie über mitreissende Stimmungsmacher bis hin zu harten Riffs mit melancholischem Tiefgang.
Schwermütig brauchen die Jungs aber nicht zu sein. Im Gegenteil: Bereits jetzt ist klar, dass sie durch den gewonnenen Wettbewerb noch in diesem Jahr ein zweites Album nachlegen könnten. Scheint ganz das Jahr der Blauen Perlen zu werden.
