BOA (im Exil)
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Califone LiveBoa
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Genre: Alternative / Bluegrass / Soul
Location CH
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Last Login: 8/4/2011
Member Since 11/19/2008
Website http://www.boaluzern.ch
Type of Label Unsigned
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Bio
...... http://www.kulturoffensive.ch/ .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ......This profile was edited with ..myspace-designs.de Editor.............. -
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Influences
by toby nussbaum HSLU D&K Animation .. .. .. .. .. .. .. Band of Horses - Live @ BOA, Luzern .. .. .. .. .. .. .. Joyful Noise 20 - Live @ BOA, Luzern .. .. .. .. .. .. .. -
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BOA (1988-2007) Die Schlange hat sich gestreckt und gestreckt. Doch am Sonntag 04.11.07 schliesst das Luzerner Konzertlokal endgültig. Die Kraft der Verlängerung Von Osten her kam man mit dem Voralpen-Express, durchs Toggenburg, über den Seedamm, durchs Hochmoor von Rothenthurm. Über der Ebene lagen jeweils Nebel und ein Hauch von Widerstand, hier haben die Leute gegen einen Waffenplatz gekämpft. Und fast schien es, als führe das Hochmoor direkt in die Boa. Sicher wurde im Konzertlokal am Luzerner Geissensteinring explizit über Politik geredet – über G-8 und WEF und zum Skandal der Lokalpresse letzten Sommer auch noch mit der Terroristin Inge Viett. Doch vor allem verschwammen hier Untergrund und Obergrund, brachen Horizonte ein, wurde Politik zur Musik. Boa, lange, lange Hochmoorschlange. Glänzend vorwärts 1906 wurde die Metallschlauchfabrik Luzern eröffnet. In den Fünfziger Jahren konnte sie mit ihren Rohrleitungselementen ins Ausland expandieren, ein kurzer, bündiger Name war gesucht. Die Wahl fiel auf Boa. Und genau so wie die Schlange zu den Schläuchen und Rohren passte, genauso passt sie zur Geschichte des Kulturlokals. Es ist die Geschichte einer steten Verlängerung. Als die Boa AG weggezogen war, kaufte die Stadt 1984 die Fabrikationsanlage. Es folgten eine Kulturbesetzung, vor allem mit Theater, und der sogenannte Luzerner Kulturkompromiss: Etablierte und alternative Kultur sollten gleichermassen gefördert werden. Der Grundstein für ein Kultur- und Kongresszentrum (KKL) wurde gelegt. 1998 kam es zu einer fatalen Umzonung: Neben der Boa sollten Wohn- und Gewerbebauten entstehen. Just in dem Moment, als das Lokal auf ein neues Konzept namens Boanova setzte. Es verlagerte den Schwerpunkt hin zur Musik. Der Konzertreigen begann. Im Haus waren Howe Gelb und Calexico und Lambchop und John Parish, und Tortoise waren im Haus, und Eleni Mandell und Lisa Germano und Cat Power waren im Haus, und CocoRosie (schon 2005), und die Sterne und die Aeronauten und Kutti MC waren im Haus, und bevor die Musikzeitschrift Spex wieder von Weltmusik schrieb, spielten Budapester Hochzeitskapellen und Warschauer Klezmertrupps und das Boban Markovic Orkestar, und Wiglaf Droste und Max Goldt und die Titanic-Boygroup waren im Haus. In einer Nacht, im Oktober 2005, spielten auch The Go-Betweens ihr neues Album «Oceans Apart». Darunter der Song «Darlinghurst Nights». Sänger Robert Forster erinnert sich an die australischen Küstenstadt, an eine gemeinsame Zeit. «And always the traffic, always the ligths, Joe played the cello through those Darlinghurts Nights.» Überall Verkehr, überall Licht ... Neben Forster, dem Dandy, stand Grant McLennan, der Glatzkopf im Holzfällerhemd. Ein halbes Jahr später ist er gestorben. Das letzte Schweizer Konzert der glänzenden, vorwärtstreibenden Go-Betweens blieb in der Boa. Der Stil der Boa war autonom, jedenfalls zugeknöpft, und die Stimmung katholisch, meist andächtig. Selten jubelte einer, selten schrie eine. Umgekehrt waren Besuche in der Boa Lektionen, dass Rockmusik keine Frage des Alters ist. Und trotzdem immer günstig der Eintritt. Mit einem Drittel Rabatt für SchülerInnen und Lehrlinge. Zeit zu gehen Aber die Wohn- und Gewerbebauten wurden hochgezogen. Und die Einsprachen der AnwohnerInnen wegen Lärm folgten. Eine Sanierung der Boa wurde vom Stimmvolk abgelehnt. 2006 sollte erstmals Schluss sein: Aus Angst vor einer Besetzung bewilligte die Stadt noch einen Betriebsbeitrag. Jetzt ist endgültig Schluss: Diesen Montag übernimmt die Post die Liegenschaft für ein lokales Briefverteilzentrum. «Wir haben alles ausgereizt. Es ist Zeit zu gehen», sagt Thomas Burri, Co-Präsident der IKU Boa. Das KKL ist mittlerweile gebaut. Bald soll auch ein Wegweisungsartikel folgen, der die Alkies vom Europaplatz davor vertreibt. Und Luzern träumt sich weiter zur Tourist-City: Für 100 Millionen wollen private Mäzene ein Musiktheaterhaus namens Salle Modulable bauen. War der Kulturkompromiss also faul? «Unsere Arbeit wurde von einigen Exponenten der Stadt schon anerkannt. Und in Kriens ensteht auch der Kulturwerkplatz Südpol, an dem Boa-MitstreiterInnen beteiligt sind», sagt Burri. «Doch man kann ein gewachsenes Lokal nicht in einen Neubau zügeln.» In einer anderen Nacht, im Mai 2006, spielten The Silver Mt. Zion Memorial Orchestra & Tra-la-la Band in der Boa, ein Nebenprojekt der Postrocker von God Speed You! Black Emperor. Die Montrealer MusikerInnen stimmten jüdische Klagegesänge an, passend andächtig und ausgefranst zugleich. Am Schluss fuhr kein Zug mehr nach Osten, nur noch einer nach Olten. Dort stiegen aus allen Wagen Musikfans und verschwanden in die Unterführungen nach Bern, Zürich, Basel. In Basel wohnt einer der exaktesten Schweizer Konzert-Kartographen, DJ Pop B. Sessen (siehe seine Liste auf http://mainstream.radiox.ch). Wo verortete er die Boa? «Gehört zu den Clubs mit dem besten und innovativsten Programm. Ein Konzertclub, wo man auch hingehen kann, wenn man die Band nicht kennt, weil man weiss, dass dort immer Qualität geboten wird. Würde die Boa in eine Reihe stellen mit dem Bad Bonn in Düdingen und dem Palace in St.Gallen.» Auffällig, dass Pop B. Sessen im Präsens schreibt. Vielleicht gibt es die Musik, von der hier die Rede ist, nur im Übergang, in der Verlängerung. In diesem Sinn findet das letzte Konzert, das die Boa-Website ankündigt, statt am Montag nach der Schliessung, Califone aus Chicago – Ort noch offen. Kaspar Surber, WOZ, 01.11.2007
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2 Songs | Nov 19, 2008
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