Im Alter von 4 Jahren haben mich meine Eltern zur musikalischen Früherziehung in die Musikschule in der Frankfurter Schirn gebracht, um mir die Musik ein bisschen näher zu bringen. Den Erfolg dieser musikalischen Früherziehung betitelte der damalige Musiklehrer als mäßig, da ich immer stumm auf der Fensterbank gesessen habe und den Leuten zugeschaut habe, wie sie aus der U-Bahnstation herauskamen.
Trotzdem beschlossen meine Eltern, es nochmal mit der Gitarre zu versuchen und meldeten mich zum klassischen Unterricht an. Mit Erfolg. Innerhalb kürzester Zeit konnte ich Lieder wie "3 Chinesen mit dem Kontrabass" oder "Der Cowboy Jim aus Texas" spielen und singen. Später kamen dann Hits wie "Freiheit" von Marius Müller-Westernhagen, "Wunder geschehn" von Nena oder "Auf dem blauen Planet" von Udo Lindenberg hinzu. Aber zu meiner absoluten Spezialität sollte sich die Interpretation der Songs von Reinhard Mey entwickeln, den ich bis heute wirklich für seine Musik und vor allem für seine Texte verehre.
Schon früh wurde klar, dass meine Interessen weniger in der klassischen Gitarrenmusik, sondern eher in der Begleitung, dem Akkorde spielen, lagen.
Sogar in der HR1-Radiosendung "Max und Musik" gab ich meine "Chinesen" und "Alle Knospen blühen auf" zum Besten und äußerte als späteren Berufswunsch den Gitarrenlehrer, da ich dann immer bestimmen könne, was meine Schüler zu spielen haben. Ich hab zum Glück etwas Anständiges gelernt! :-)
Mit dem Wechsel von der Grundschule auf das Gymnasium trat ich dem Schulchor bei, welchem ich aber dank Lieder wie "Ich habe einen Frosch" wenig Begeisterung abgewinnen konnte. Auch das Blockflöte spielen in der 5. Klasse haute mich nicht vom Hocker!
Mein Interesse an der Gitarre begann zu stagnieren, ein Wechsel zu einem privaten Gitarrenlehrer hauchte der Liebe zu meinem Instrument aber wieder ein bisschen Leben ein. Dieser erkannte meine Leidenschaft, mich mit meiner Gitarre zum Gesang zu begleiten und baute dies weiter aus. Zudem setzte ich mich in einem Sommerurlaub am Gardasee an ein hoteleigenes Klavier und begann, mir das Klavier spielen beizubringen, mit dem Erfolg, mich auch bald am Klavier zu allerhand Songs begleiten zu können.
Mit dem Schulwechsel auf ein anderes Gymnasium in Frankfurt nutzte ich die Gelegenheit, dem dort beheimateten "Bettinachor" erst einmal fernzubleiben, zu groß war doch der Schock der "Frosch-Songs".
Mit Eintritt in die Oberstufe und dem Besuch einiger Konzerte des besagten Chores entschloss ich mich, diesem beizutreten und erlebte viele unvergessliche Momente: eine Chorfahrt nach Prag, wo ich in einer vollen Turnhalle den Song "Snows of New York" von Chris de Burgh sang, oder das Musical "Trial by Jury" mit mir in einer der Hauptrollen, oder als absoluten Höhepunkt, den Auftritt in der prall gefüllten Frankfurter Katharinenkirche mit dem Song "When you say nothing at all", durch den ich auf der Schule unfassbaren Ruhm erlangte, welchen ich aber für bessere Noten leider nicht ausnutzen konnte. :-)
So ging meine musikalische Karriere ihren Gang. Es gab kaum eine Feier im Bekanntenkreis, welche ich nicht mit meinen Gesangeskünsten beglücken durfte oder musste.
Es folgten erste eigene Songs wie "Satisfied Man" mit ausgeschliffenen Texten für die damalige Angebetete, für die ich mich heute mehr als schäme, für die Texte natürlich! :-) So konzentrierte ich mich mehr darauf, bekannte Songs nachzuspielen, als die Menschheit mit eigenen Sachen zu quälen.
Leider erlosch mein Interesse an der Gitarre ebenso wie die Lust am Gitarrenunterricht, so dass ich die Gitarre im Endeffekt nur noch sehr sehr selten in der Hand hatte.
Dies änderte sich im letzten Jahr schlagartig durch einen Urlaub in Holland, in dem ich so viel Gitarre spielte, wie in den 4 vorangegangenen Jahren. Ich lernte ein Mädel kennen und musste somit eine Menge Minnedienste ableisten, was ich sehr sehr gerne tat.
Durch nationale Künstler wie Gregor Meyle oder Philipp Poisel, die zu 100 Prozent meinen Musikgeschmack getroffen haben, nahm ich meine Gitarre nun wieder täglich in die Hand, spielte deren Songs nach und erfreute meine Mitmenschen, die das von mir zu Tode besungene "When you say nothing at all" nicht mehr hören konnten oder wollten, mit neuem Material.
Durch eine für mich ganz bittere Trennung von dem in Holland mit Minnediensten beglückten Mädel, fand ich in der Musik mein Ventil, Enttäuschung und Trauer zu verarbeiten. Der Kauf einer neuen Gitarre, meiner geliebten "Lakewood Zodiac Wassermann", gab mir jede Menge Aufwind, und ich begann, meine Gedanken und Gefühle in einem Lied zu verewigen, dem Song "Licht aus".
Durch meine Ausbildung zum Mediengestalter in Bild und Ton war ich natürlich in bester Gesellschaft, diesen Song auch einmal aufzunehmen. Mit meinem lieben Kollegen Kirk Monteux setzte ich mich also ins Studio und nahm meinen Song auf und hörte mir die Rohaufnahmen auf der Fahrt nach Hause im Auto an und war einer der glücklichsten Menschen der Welt.
Jeden Tag, zum Leidwesen meiner Nachbarn auch fast jede Nacht, bespielte ich meine Gitarre mehrere Stunden und es entstand der Wunsch, einmal ein eigenes Konzert zu organisieren, um gerade meinen Song der "Welt" zu präsentieren.
Der 30.01.2009 wurde zu einem der schönsten Abende, an den ich mich in meinem Leben erinnern kann. Begleitet von meiner bezaubernden Schwester Irina am Klavier, sowie meinem guten Kumpel Torben am Cajon, verwandelten wir die prall gefüllte Frankfurter MEP Lounge in eine Konzerthalle mit atemberaubender Kulisse. Dank euch, die ihr da alle gekommen seid und der freundlichen Unterstützung von Norbert Ritter und meiner Firma.
Der unglaubliche Zuspruch, den ich nach diesem Konzert von euch erhalten habe, hat mich ermutigt, neue Songs zu schreiben und diese mal auf einer CD zu veröffentlichen! Die Live-Version des Songs "Licht aus" auf dieser Seite ist also nur der Anfang.
Eine Studio-Version des Songs ist wie erwähnt aufgenommen und wird in der nächsten Zeit über Portale wie Itunes ehältlich sein, genauso natürlich
die Live-Aufnahmen des Konzerts.
Deweiteren sind natürlich wieder Konzerte geplant, zu denen ihr hoffentlich wieder zahlreich erscheinen werdet.
Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei meinen Eltern bedanken, die mich bei der Musik, aber auch in jeder anderen Lebenssituation so bedingungslos und großzügig unterstützt haben, daß mir dafür eigentlich die Worte fehlen.
habe dich am Samstag, den 04.07. unten am Main spielen gesehen und GEHÖRT! Hat mir alles sehr gut gefallen!! Solltest Du mal bei mir in der Nahe spielen,melde dich bitte, ich würde mir gerne mal dei Programm in Ruhe anhören.