Robert Anton Wilson, Karl Marx, Society Suckers, William S. Burroughs, Ingo Kaliski, NoMeansNo, Timbaland, Theodor Herzl, Dexplicit
Sounds Like
Musik, nach der ich immer gern tanzen wollte; Musik, die Leute gut finden, die selbst Musik machen; Musik, die aber dann doch immer keiner macht
(Handycam-Aufnahme von "Der Tausch" bei der Egotronic Record Release Party am 25.10.2007 im Eel Pie, Berlin; mal gleich noch der Text dazu, den hier praktisch nicht zu verstehen ist)
DER TAUSCH
(VERSCHWÖRUNG ALLER GEGEN ALLE)
(Kulla)
Niemand täuscht dich so gut wie du selbst dich täuschst über den Tausch
(Torsun)
Ja, na klar, Mann, sie belügen dich
sie verblenden, sie täuschen und betrügen dich
während du hingegen ganz natürlich
und völlig ehrlich durch dein Leben gehst
(Kulla)
Oh ja, na klar, Mann, sie beherrschen dich
und sie verschwören sich ständig gegen dich
um dir wegzunehmen und dir abzujagen
was du selber ohnehin die ganze Zeit verkaufst
(Refrain)
Niemand muß dich extra zwingen
wenn du selber mitmachst
niemand muß dich gleichschalten
wenn du dich selber gleichsetzt
um auf dem Markt zu konkurrieren
und dich vergleichen zu können
um zu den Siegern und nicht
zu den Verlieren zu gehören
(Kulla)
Oh ja, na klar, Mann, nur du spielst fair
und dein tolles Team ist dabei am Start mit dir
ihr seid sozial, ökologisch, pazifistisch und vor allem gut
glaubt, ihr seid besser, weil ihr Gutes tut
(Torsun)
Oh ja, na klar, Mann, du bist furchtbar nett
solange es nicht um denselben Job geht
du bist für freies Wissen und freie Software
lebst von Lizenzen und Rechteverwertung
(Refrain)
Niemand muß dich extra täuschen
wenn du dich selber so gut täuschst
niemand muß dich gleichschalten
wenn du dich selber gleichsetzt
um auf dem Markt zu konkurrieren
und dich vergleichen zu können
um zu den Siegern und nicht
zu den Verlieren zu gehören
(Sample Koljah)
Du hast bestimmt 'nen Anti-Kriegs-Track, bestimmt heißt der "Fuck Bush!"
COMMUNISM STOLE MY VIRGINITY
(AND I WON'T SHED A TEAR)
Look what they done to me: I never really had the chance
to grow up in naivety and to merely believe
Look what they done to me: I never really had the chance
to think it’ll all work out just like that
cuz
Communism stole my virginity and I won’t shed a tear
It fucked my brain and opened my eyes, no I won’t shed no tear
There was no Fall and no apple to show me Evil and Good
to show the road to Salvation, to make me do what I should
they rolled the Apple of Discord that made me understand
there is no Good and no Evil, there’s only what we plan
yeah
Communism stole my virginity and I won’t shed a tear
It fucked my brain and opened my eyes, no I won’t shed no tear
Ignoring the world doesn’t make me feel better
all my lovin’ won’t calm me down
I’ll never think our current platform
is as far as we can get
cuz
Communism stole my virginity and I won’t shed a tear
It fucked my brain and opened my eyes, no I won’t shed no tear
(Samples "communist anarchist" und "voluntary association" aus einem Interview mit Robert Anton Wilson)
Diesen Track hat jemand bei Youtube über das Video von der Noise Conspiracy gelegt, auf deren Songtitel wir uns ja beziehen:
EIN CUT-UP FÜR MICH SELBST
Das Subjekt opfert die Anschaulichkeit des Werkes, treibt es zu Lehre und Spruchweisheit und versteht sich als Repräsentanten einer nicht existenten Gemeinschaft, stets aber war ungewiß, ob die künstlerische Attitüde des Gröhlens und der Roheit diese in der Realität denunziert oder sich mit ihr identifiziert. Banausen sind solche, deren Verhältnis zu Kunstwerken davon beherrscht wird, ob und in welchem Maß sie sich etwa anstelle der Personen setzen können, die da vorkommen; alle Branchen der Kulturindustrie basieren darauf und befestigen ihre Kunden darin. Diskussionen darüber, ob der positive Held negative Züge tragen dürfe, bleiben so schwachsinnig, wie sie dem klingen, der sie jenseits des Bannkreises vernimmt.
Erst im fragmentarischen, seiner selbst entäußerten Werk wird der kritische Gehalt frei. Das geschlossene Kunstwerk ist das bürgerliche, das mechanische gehört dem Faschismus an, das fragmentarische meint im Stande der vollkommenen Negativität die Utopie. In der bürgerlichen Gesellschaft sind die Künstler, wie alle geistig Produzierenden, genötigt weiterzumachen, sobald sie einmal als Künstler firmieren. An Notwendigkeit sie zu messen, prolongiert insgeheim das Tauschprinzip, die Spießbürgersorge, was er dafür bekomme. Das Wohin ist eine Form verkappter sozialer Kontrolle.
Der klassenlose Kulla, Vorname Daniel, kann im Grunde kein Instrument spielen und stellt sich auch bei der Bedienung von Musiksoftware ziemlich an, deshalb muß er sich immer andere Leute suchen, die er dann wiederum anstellen sowie mit Ideen und Samples überhäufen kann.
Das klappt immer besser. Gab es früher alle Jubeljahre mal eine Aufnahme (u.a. mit Peter Guhr, Hannes Marx von Pitchtuner, Timbou), sind vor allem 2007 eine ganze Reihe Tracks entstanden, vor allem mit Torsun von Egotronic und mit Istari Lasterfahrer.
Vom "Communism Song", zuerst Ende 2006 in einer "Lauti Version" mit Torsun aufgenommen, gab es schon bald eine ganze Reihe von Remixen. (Wer das Stück ebenfalls ummischen will, findet hier die einzelnen Spuren.)
Gerade ist die erste CD "Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus" erschienen, auf der Istari Lasterfahrer und Classless Kulla eine Wundertüte aus Styles und Sounds ausschütten. (siehe Album Snippet im Player!)
Inhaltlich spielen neben diskordischen und kommunistischen Ansagen vor allem das Trampen, aber auch die Lage der dealenden Bevölkerung und der Unterschied zwischen Plattenbau Ost und Sozialistischem Plattenbau eine Rolle.
Wenn er nicht gerade Musik macht bzw. machen läßt, ist Kulla vor allem Autor (Gesammelte Werke) und Vortragender.
Weiteres Betätigungsfeld von Kulla ist die Experimentalliteratur, der Cut-up, das Remichsen von Texten. Der Fortgang dieser Geschichtslästerung kann in Kullas Blog verfolgt werden; einen Erklärtext, was das alles soll und wird, hat er für die "Jungle World" geschrieben: "Keine Ehrfurcht vor der Heiligen Schrift!"
.. Kein Kiez für Nazis - Wer wegschaut stimmt zu! Antifaschistische Demonstration Berlin-Pankow // 15.11.2008 // 14:00 Uhr // S-U-Bahnhof Pankow
Seit Anfang 2008 haben im Berliner Stadtteil Pankow die gezielten Übergriffe und Drohungen gegen Antifaschist_innen massiv zugenommen. Vermeintliche Antifaschist_innen werden gezielt abgefangen, und gejagt, ihre Namen mit Drohungen an Hauswände gesprüht. Dies ist eine Entwicklung, die sich bereits seit letztem Jahr abzeichnet. Bereits seit Mitte 2007 kam es immer wieder zu gezielten Angriffen auf die Wohnungen von Antifaschist_Innen oder zur Veröffentlichung von rechter Propaganda, auf denen ihre Namen veröffentlicht wurden. Immer wieder werden die lokalen Jugendeinrichtungen, die sich klar gegen Nazis positionieren, mit der Forderung nach einem "Nationalen Jugendzentrum" angegriffen und bedroht. Darauf haben wir keinen Bock mehr, den dieser Zustand ist für die Jugendlichen hier nicht mehr annehmbar. Mit dieser Demonstration wollen wir unsere klare Ablehnug gegenüber den aktuellen Zustände ausdrücken. Außerdem wollen wir mit der Demo den ermordeten Antifaschist_innen in aller Welt gedenken. Wir hoffen ihr habt auch keinen Pankow auf das was in Pankow abgeht und unterstützt uns am Samstag mit einer lauten, kraftvollen Demo durch den Kiez. Weitere Infos auf der Homepage: www. kein-kiez-fuer-nazis. de. vu