1996 - 2000:
Nobbe M. Scherer - Gitarre, Gesang
Michael Seitz - Bass
Dirk Friedmann - Schlagzeug
2000 - 2001:
Nobbe M. Scherer - Gitarre, Gesang
Michael Seitz - Bass
Nick Polzer - Schlagzeug
2001 - 2004:
Nobbe M. Scherer - Gitarre, Gesang
Michael Seitz - Bass
Rob Reber - Schlagzeug
2004 - 2005:
Marcus Giese - Gesang
Nobbe M. Scherer - Gitarre
Michael Seitz - Bass
Rob Reber - Schlagzeug
DISCOGRAPHIE
1997 Demo-Musikkassette
01. Der Keiler
02. Furcht
03. Schänder
04. Grey Suit
05. Tief in mir
06. Interceptor
Auflage 200 Stck,
Eigenvertrieb,
aufgenommen im Dezember
1996 in Fürth
Besetzung: Scherer/Seitz/Friedmann
1998 CD BRECHER
01. Kreuzgang
02. Der Schlund
03. Der Keiler
04. Salz
05. Schänder
06. Hetzer
07. Furcht
08. Tränennacht
09. Grey Suit
10. Brecher
11. Der Sohn
12. Tief in mir
13. Endlager
Das Debut auf Nucleat Blast; die CD sollte ursprünglich "Endlager" heissen und über GSM Records veröffentlicht werden, wurde aber von Nuclear Blast lizensiert und letztendlich als "Brecher" veröffentlicht. Vertrieb über East/West. Produziert von Andy Classen im Juni 1998 im Stage One Studio , gemastert im Juli 1998 von Bernd Steinwedel im Studio Nord in Bremen. Die ersten 2000 Stück sind als Digipack erschienen, danach im konventionellen Tray.
Besetzung: Scherer/Seitz/Friedmann
1999 CD SCHMERZ
01. Paintro
02. E-Wand
03. Ascheregen
04. Diesmal hat er sich gewehrt
05. Interceptor
06. Defrost
07. Days of Fire
08. Schmerz
09. Release
10. Krieg der Freiheit
11. Doom
12. Verlierer
Die CD wurde abermals von Nuclear Blast lizensiert und veröffentlicht. Vertrieb über East/West. Produziert von Andy Classen im Mai und Juni 1999 im Stage One Studio in Bühne, gemastert im Juni 1999 von DMS in Marl.
Veröffentlicht als Doppeltray mit den Songs der Demokassette Schänder auf einer zweiten CD
Besetzung: Scherer/Seitz/Friedmann
2001 Mini-CD WINTER
2001 Mini-CD WINTER
01. Paranoia Population
02. Break The Ice
03. Säät nur den Wind
04. Innuendo (Judge You)
05. General Slocum
06. Epilog (Outro)
Produziert und gemastert von Thomas Hahn April 2001 im Firebass-Studio, Nürnberg
Die Promo-Mini-CD Winter war ursprünglich nur als Demo für Plattenfirmen gedacht, aufgrund grosser Nachfrage von Fans nach neuem Material, beschloss die Band, die Songs mittels einer auf 300 Stck limitierten und eigenfinanzierten Mini-CD ausschliesslich über die eigene Homepage zu vertreiben.
Besetzung: Scherer/Seitz/Nick Polzer
2003 CD KÄLTEKAMMER
01 Totgeburt
02 In-Existenz
03 Säät nur den Wind
04 C-Chip
05 Ernstfall D
06 Paranoia Population
07 Schweigeminute
08 Triebgesellschaft
09 Vergeltung
10 Ej Uchnjem (T-34)
11 Hassinfarkt
12 Niemandsland
13 Gottlob sie weichen
14 Kältekammer Seele
Die letzte Drecksau-CD, erschienen auf TTS Media Music, vertrieben ber Alive. Produziert und gemastert von J.R. Friede im September 2002 im TTS-Studio in Osterholz.
Veröffentlicht als Doppeltray mit zusätzlicher DVD-Audio-Disc, auf der sich zehn der vierzehn regulären Songs im echten 5.1 Surround-Sound befinden, abspielbar auf DVD-Surround-Anlagen mit DTS-Decoder.
Besetzung: Scherer/Seitz/Reber
About "Drecksau" (1996-2005)
Drecksau always defined their musical inspirations very precisely - just take a hint of the muddy sound of the American south and mix it with the violent German attitude, then you’ll pretty much get the idea what these guys are all about. But the best part is that this band perfectly blends both cultures – American and German – delivering a prime example of doomcore madness with a handful of their own original ideas.
“Brecher”, the debut album from 1998, feat. thirteen crushing tracks produced in Stage One Studio by Andy Classen, a well-known sound engineer (he worked with such acts as Tankard, Disbelief, Rotting Christ and Krisiun) and ex-Holy Moses guitarist. The album was a concrete mixture of slow and heavy guitars with angry vocals sung entirely in German (except for the short tune “Grey Suit”). With short intros preceding each song, the album’s content was a raw and straight-forward ride – no bullshitting. Featuring an extremely deep, heavy and voluminous sound emitting quite negative vibes, this remarkable debut had been more than a decent result for the band, but polarized the audience and the press into either enthusiastic lovers or dedicated haters. However, “Brecher” showed only a small part of the band’s potential – the best was yet to come... In 1999 Drecksau returned with a follow-up album entitled “Schmerz” (“Pain”). Again produced by Classen, the LP showcased a much more centered approach towards doomcore – the music is heavier and more varied than on the debut album. Typical doom tracks (such as “Defrost” or “Doom”) intertwine with mid-tempo hardcore bulldozers (“Aschergen”, Days Of Fire”, “Release”), creating altogether a memorable sludge experience. The most unique track, however, is the surprising cover version of “Diesmal hat er sich gewehrt” (“This time he defended”) by Peter Maffay - the way this mellow tune is transformed into a raging doomcore monster is simply amazing. All in all, “Schmerz” proved to be the best work in the band’s entire discography....The band split up in 2005...
Drecksau war eine Doomcore-Band aus Nürnberg, Deutschland, die zwischen 1996 und 2005 existierte.
Die Ursprünge der Band gehen zurück auf das Jahr 1991; seit 1996 wurde in der Besetzung Nobbe Scherer (Gitarre, Gesang), Michael Seitz (Bass) und Dirk Friedmann (Schlagzeug) ernsthaft musiziert.
Der Stil von Drecksau, eine extreme Mixtur aus Doom Metal und Hardcore Punk, von der Band selbst als Metalcore oder Doomcore, teils fälschlicherweise auch als "Neue Deutsche Härte" bezeichnet, ist nur schwer in gängige Kategorien harter Musik einzuordnen. Charakteristisch für die Musik von Drecksau ist neben dem brutalen Gesang und den tiefer gestimmten Instrumenten vor allem der aprupte Wechsel zwischen schnellen und extrem langsamen Liedteilen, wie auch eine gewisse gewollte Monotonie und Schmucklosigkeit. Generell bot die Band abseits der gängigen Klischees der Metal- und Hardcore-Musik eine eigene Variante musikalischer Brutalität und Aggression. Eigensinn zeigte die Band auch in den provokanten und schonungslos offenen Lyrics, die zumeist auf deutsch verfasst waren und in erster Linie auf persönlichen, oftmals sehr negativen Erfahrungen beruhten.
Nach ersten überregionalen Konzerten und Berichten in der Untergrundpresse Mitte der 90er Jahre tritt Drecksau mit der Debut-CD Brecher, 1998 von Andy Classen produziert und auf dem Label Nuclear Blast veroeffenlicht, erstmals ins Licht der Öffentlichkeit. Diese CD stösst entgegen aller musikalischer Brachialität auf relativ grosse Nachfrage für ein Debut; sehr schnell wird aber auch deutlich, dass Drecksau eine Band ist, deren negative Musik stark polarisiert.
Dies zeigt sich auch an der zweiten CD mit dem Titel Schmerz, die nur ein Jahr später, 1999, nochmals von Andy Classen produziert, wieder bei Nuclear Blast erscheint. Diese CD kommt im Gegensatz zum Debut völlig ohne Samples aus und wirkt deutlich roher und hardcore-lastiger.
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Nach einigen Tourneen durch Deutschland und das angrenzende Ausland, unter anderem mit Bands wie Soulfly, Richthofen, Crowbar oder Eyehategod, erscheint 2001 eine mit einem Session-Drummer produzierte und selbstfinanzierte Mini-CD, betitelt "Winter", die allerdings nicht representativ fuer Drecksau ist, da die Stücke ungewöhnlich kommerziell ausfallen.
Mit dem Einstieg von Schlagzeuger Rob Reber im Jahre 2001 erarbeitet die wieder komplettierte Band musikalisch radikaleres, Drecksau-typisches Songmaterial, welches auf der offiziell dritten Drecksau-CD "Kältekammer", produziert von Jög-Rainer Friede und 2003 publiziert von TTS Media Music, der Oeffentlichkeit präsentiert wird. Auch an dieser CD, die übrigens auch im sechskanal Surroundsound verfügbar ist, scheiden sich die Geister; dennoch zeichnet die merklich überforderte Journaille die CD in allen wichtigen Publikationen mit Höchstnoten aus.
Anfang 2004 verstärkt sich die Band mit einem Sänger. Der neue Frontmann kommt von der befreundeten Metalcore-Band dogma ivs.
Aufgrund mangelnder Nachfrage der Öffentlichkeit, fehlendem Supports durch das Label, und interner Differenzen über den musikalischen Weg der nunmehr vier Bandmitglieder, löste sich die Band Anfang 2005 auf.
Drecksau war eine Band, die sich niemals gängigen Trends angebiedert hat und kompromisslos eine eigene Vision gänzlich eigenständiger Musik vorantrieb...
Alle Mitglieder sind heute in verschiedenen Bands musikalisch weiter aktiv.
Gitarrist Nobbe Scherer und Bassist Micha Seitz treffen zum ersten mal aufeinander. Micha hat kurz zuvor die Band Derb mitgegründet, Nobbe versucht sein Glück als Fanzine-Schreiber. Ein Verriss von Michas Musik macht vorläufig alle Sympathien füreinander zunichte.
1991 - 1994
Während der ersten Type O Negative Tour treffen die beiden wieder aufeinander und gründen angesichts Ihrer gemeinsamen Vorliebe für langsame Musik eine Band. Ziel unbekannt, einzige Vorgabe: Massive Härte. Leider sind die ersten Jahre von Rückschlägen und Besetzungswechseln gezeichnet: Weder lassen sich geeignete Räumlichkeiten zum Proben finden, noch trifft man motivierte Mitmusiker, die reif genug und bereit sind, neue musikalische Wege zu gehen. Die Band existiert zwar in den Köpfen, liegt jedoch vorerst auf Eis.
1995 - 1996
Durch den Einstieg von Dirk Friedmann am Schlagzeug wird erstmals verwertbares Material erarbeitet In dieser Zeit erfolgt auch die Taufe: Drecksau ist geboren, Release wird der erste offizielle Song. Die Leadgitarre wird ersatzlos gestrichen und man beginnt die Reise in musikalisch extremste Gefilde abseits gängiger Metal-Klischees.
1997
Erste Konzerte werden absolviert, die Band wird zur eingespielten Einheit. Durch die Nachfrage nach einem Tonträger werden am Jahresende in einem Tonstudio sechs Songs aufgenommen.
1998
Aufgrund dieser als Demokassette "Schänder" vertriebenen Songs bekommt man ein Angebot von GSM Records und nimmt mit Andi Classen im Stage One Studio eine offizielle CD auf. Das Debut Brecher" wird begeistert von Nuclear Blast Records lizenziert und stößt trotz aller unangenehmen Brachialität auf sehr grosse Nachfrage. Sehr schnell wird aber auch deutlich, dass Drecksau eine Band ist, an der sich die Geister scheiden. Die Metal-Journaille erweist sich zum Teil als inkompetent und borniert, reagiert aber auch hellauf begeistert.
1999
Drecksau spielt im Vorprogramm von Richthofen und Soulfly auf zwei Tourneen quer durch Deutschland. Anschließend wird wiederum im Stage One Studio die zweite CD "Schmerz" eingeprügelt und nur zehn Monate nach dem Debut ebenfalls über Nuclear Blast veröffentlicht, was erneut starke Beachtung und geteilte Meinung hervorruft. Jetzt zeigt sich die Band deutlich aggressiver und Hardcore-lastiger als noch auf dem Debut.
2000
Es folgt eine vierwöchige Schwergewichts-Europatournee mit Crowbar und Eyehategod. Unmittelbar nach dieser Tour trennt man sich von Schlagzeuger Dirk Friedmann und nimmt mit Session-Drummer Nick Polzer die limitierte Promo-Mini-CD Winter auf, welche Drecksau zumeist englischsprachig und ungewöhnlich kommerziell zeigt. Im Nachhinein eine Veröffentlichung, die nicht repräsentativ für die Band ist.
Mit dem Einstieg von Schlagzeuger Rob Reber wendet sich das Blatt. Die nunmehr wieder komplettierte und konsequent arbeitende Band besinnt sich auf alte Tugenden und erarbeitet neues, musikalisch radikales Songmaterial, welches den Kreis zu "Brecher", der ersten und charakteristischsten Drecksau-Veröffentlichung schliesst.
2002
Man wechselt zu dem "innovativen" norddeutschen Label TTS-Media-Music und nimmt Ende des Jahres mit Produzent J.R. Friede in den firmeneigenen TTS-Studios die offiziell dritte Drecksau-CD Kaeltekammer auf.
2003
Im Mai wird die CD als Doppelpack mit zusätzlicher Audio-DVD im 5.1 Surround-Sound veröffentlicht. Wie zu erwarten war, scheiden sich auch an dieser CD die Geister; dennoch zeichnet die merklich überforderte Presse "Kältekammer" in allen wichtigen Publikationen mit Höchstnoten aus.
2004
Drecksau verstärkt sich mit Marcus G., der Nobbe auf eigenen Wunsch am Gesang ablöst. Marcus war vorher bei der Metalcore-Band dogma ivs (www.myspace.com/dogmaivs).
2005
Nobbe erklärt aus zeitlichen, musikalischen und persönlichen Gründen seinen Ausstieg aus der Band; auch Micha sieht keinen Sinn darin, die Band weiterzuführen. Dies bedeutet gleichzeitig das Ende von Drecksau.
Alle ehemaligen Drecksau-Musiker sind seitdem mit neuen Projekten/Bands weiterhin in der deutschen Musiklandschaft unterwegs..
2006 erscheint über das Polnische Label ein Re-Release der Alben "Brecher" und "Schmerz"..
Die Band von Micha Bass), Nobbe (Gitarre/Gesang)
und Nickel (Session-Drummer) www.beefbarons.com:
Die Band von Marcus (Gesang von 2004-05) www.throat-cut.com
Drummer Rob arbeitet als Drumtech fuer JBO, Justice und Evidence One,
ausserdem spielt er bei den ROTTEN DREGS (www.rottendregs.de) und PERVERILLA
ROCK HARD
Was für ein Bandname! Welch Titel für ein Debut!! Und beides passt mindestens 200pro wie Arsch auf Eimer zum gnadenlos genialen Brachialsound dieses Nürnberger Trios. Musikalisch würde ich ihren derb runtergestimmten, extrem balastigen Metalcore als einen fiesen Bastard aus Crowbar und Carnivore bezeichnen, also so eine Art Doomcore. Aber egal welchen Namen man der Sache gibt, es tönt einfach nur hundsgemein aus den Boxen - eben richtig drecksaumässig! Die 13 auf "Brecher" vertretenen Stücke wären aber ohne die knallhart direkten, sehr emotional gefärbten Texte, in denen es neben dem braunen Abschaum, der sich nach wie vor auf unseren Strassen breitmacht, hauptsächlich um rudimentäre Gefühle und Urinstinkte wie Hass, Aggression, Abscheu, Schmerz und Geilheit geht, allenfalls die Hälfte wert. Erst im Zusammenwirken aus Wort und Musik entsteht die unwiderstehliche Power, mit der DRECKSAU den Hörer regelrecht gegen die Wand drücken. Gerade dadurch, dass hier mit einer Ausnahme ausschlielich deutsch gesungen wird, steigert sich die Gesamtintensität enorm. Die gewohnt druckvolle Produktion von Andy Classen ist dann nur noch das Sahnehäubchen auf diesem herausragenden Silberling. Fazit: DRECKSAU sind die Macht und haben nebenbei mal so eben das Debut des Jahres abgeliefert. Buy or Die!
Schon am Bandnamen kann man ablesen, dass man hier keinen Schmuse-AOR erwarten darf, sondern rauhen und aggressiven Metal, der dich mit der Wucht einer Dampframme ueberrollt. Bei DRECKSAU geht's nicht um hübsche Melodien oder fein ausgearbeitete Arrangements, sondern um zu Musik verarbeitete Wut. DRECKSAU agieren dabei in der Tradition von Acts wie Crowbar (allerdings mit weniger Melodien) oder Totenmond (wenngleich mit variableren Tempi) und setzen auf grobe, dem Sound angepasste Lyrics. Definitiv kein Easy Listening-Futter.
DEFTONE
Vergesst Totenmond, die ultimative deutschsprachige Brachial Core Band hört auf den Namen Drecksau und walzt mit ihrem Debut "Schänder" nahezu alles nieder. Die Parallelen zu Totenmond scheinen frappierend auffällig, bei genauerem Hinhören wird man jedoch feststellen, dass zwar beide Bands die gleichen Einflüsse besitzen, Drecksau allerdings wesentlich roher und ungeschliffener zu Werke gehen. Das Trio arbeitet mit einfachen, aber sehr effektiven Riffs, die sich Dank einer extrem trockenen Produktion unheimlich wuchtig aus den Speakern wälzen. Scherers Reibeisenstimme klingt mächtig böse und lässt interessante Texte der Marke "Keiler" oder "Endlager" glaubwürdig erscheinen, wobei sich thematisch vieles um Liebe, Hass und Trauer dreht. Wandelt eine Band bei derartigen Themen fast immer auf einem schmalen Grat zwischen Anspruch und Kitsch, so bekommt man bei Drecksau nie den Eindruck, dass die Jungs nicht wissen, worüber sie singen. Tempomässig operiert man größtenteils in Midtempo-Gefilden, was der Band gut zu Gesicht steht, mitunter geht es aber ab wie die Hölle, um nicht zu sagen wie die Sau, so da die Hardcore-Roots der Band offensichtlich werden. Ein beeindruckendes Debut, das von mir das Prädikat "Deutschland definitive musikalische Antwort auf Carnivore" erhält. More to say?
METAL HAMMER
Das Nürnberger Trio hat Stärken, um welche ihn die Konkurrenz nur beneiden kann. Da wäre zum ersten Mikro-Be und ein Klampfer namens Scherer, der nicht nur mit Schluckauf gröhlen kann. Zum zweiten wäre da das stilistische Spektrum der Franken, das beeindruckend breit ist; neben kraftstrotzenden Krachern der Marke Type O Negative intonieren sie ausschlielich komplexe Titel, die sehr in Richtung Gefühl und Ausdruck nicken und Stürme von Depression verbreiten - und das ohne die nötige Härte zu verlieren. Zum dritten können sich auch deren technische Fähigkeiten hören lassen. So ist Drecksau summa summarum ein beeindruckendes Scheibchen gelungen. Aber was, bitte, ist das für ein Bandname?
HEAVY ODER WAS?
DRECKSAU konnten mich bereits mit ihrem letztjährigen Demo Schänder begeistern. Auf vorliegendem Debut-Album haben die Nürnberger neben acht neuen Songs zu meiner Freude auch fünf des Tonbandes verewigt. Nicht nur aufgrund der deutschsprachigen Texte muss man das Trio in einem Zug mit Totenmond nennen, sind doch auch DRECKSAU hörbar von Carnivore beeinflusst und treiben es mit ihrem Blutcore auf die Spitze der Extremität. Verzerrter Bass, schleppende Doompassagen, gelegentliche (aber seltene) Wutausbrüche in Form von Blastspeed-Parts und ein Sänger, der Reingel frühstückt und mit Rapsöl nachspült sind die Merkmale der Franken, die mit ihrem zermalmenden Sound alles, nur keine Gefangenen nehmen. Im Vergleich zu den Schwaben sind DRECKSAU nicht nur ausdauernd langsamer sondern auch einen Tick zugänglicher, da man über diverse coole Hooklines verfügt, die man bei Konzerten bestimmt gut mitshouten / -gröhlen / -kotzen kann. Furcht, Schänder und Tief in mir sind gute Beispiele für das musikalische Gewaltpotential dieser Rüpel, denen auch in ihren Texten kein Thema zu heikel ist. Nach Ablauf der nihilistischen 45 Minuten hinterlassen DRECKSAU verbrannte Erde und einen Rezensenten, der Lust auf ein blutiges Steak hat.
SONIC SEDUCER
Neue deutsche Härte und kein Ende in Sicht. Das Nürnberger Trio DRECKSAU aus dem Hause Nuclear Blast liefert mit ihrem Debut "Brecher" ein kompromißloses und brutales Album ab, bei dem selbst Totenmond blass um die Nase werden. Mit den weit herunter gestimmten Gitarren und den eingängigen, schleppenden Riffs breitet man einfach und wirkungsvoll einen fetten Soundteppich aus, auf dem sich Shouter Scherer nach Herzenslust austoben kann. Textlich nehmen DRECKSAU genau wie ihre Kollegen kein Blatt vor den Mund und provozieren mit Stücken wie "Schänder", "Hetzer" und "Der Schlund" das gemeine Volk. Der Erfolg dieses Genres hat gezeigt, dass man mit einfachen Mitteln zum Erfolg kommen kann. Die Zeit der Liebeslieder und Wolfgang Petry ist vorbei und es regiert der blanke Hass. DRECKSAU liefern ein enorm starkes Debut ab, das wie eine Bombe einschlagen wird. Kaufen!
DRECKSAU R.I.P. (Doomcore from 1996-2005) | Arkadaşlar (En İyi 32)
DRECKSAU R.I.P. (Doomcore from 1996-2005), 525 kişiyle arkadaş.
15 Jahre PCH-Geburtstagsparty am 30.10.2009 im
Roten Salon! Bier satt, Eintritt frei! Neben einigen ansonsten nicht im
Liveset befindlichen ganz alten und ganz neuen Songs wird es eine nur
an diesem Abend erhältliche 3-Track-Single geben - be
there!
Samstag gibt's bizarren Lärm auf die Ohren, und zwar in Nürnberg's tollster Partyzone, dem Wohnzimmer unter den Konzertsäälen, der Pegnitzbühne! Lasst Euch das nicht entgehen!!! Los geht's um 9!!!
Professionelles Premastering ist heutzutage ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer Musikproduktion. Viele Mastering Studios sind für den "Musiker im Alleingang" jedoch kaum bezahlbar. Silver Sound hingegen gibt selbstfinanzierten Künstlern die Möglichkeit, Mastering kostengünstig und auf höchstem Niveau in Anspruch zu nehmen.
kommender Dienstag, 05.05., 21 Uhr im Babylon-Kino, Fürth - ein Schmankerl sondersgleichen:
Eugene S.Robinson, Sänger der legendären OXBOW aus San Francisco kommt auf Lesetour und bietet eine einzigartige spoken-word-perfomance im wundervollen Kino-Ambiente im Kino 3 des Babylons. Neben Köln und Berlin die einzige Show in Deutschland. Hammer-Ding!!!