Manfred Krug: Das war nur ein Moment (Amiga, 1971)
Manfred Krug: Ein Hauch von Frühling (Amiga, 1973)
Uschi Brüning: Uschi Brüning und das Günther Fischer Quintett (Amiga, 1974)
Manfred Krug: Du bist heute wie neu (Amiga, 1976)
GOLDSTAUB - das sind musikalische Raritäten aus den 70ern der DDR-Musikgeschichte. Die 8-köpfige Band aus Stuttgart lässt dabei vor allem die ungewohnt souligen Nummern des jungen Manfred Krug wieder aufleben.
GOLDSTAUB widmet sich den Stücken mit einem musikalischen Augenzwinkern. Dabei geht die Band genauso auf den Entertainer Manfred Krug im Stile eines Frank Sinatra ein, wie auf den intellektuellen Liedermacher und Texter, der Krug schon zu DDR-Zeiten war. Gerade der Sänger von GOLDSTAUB, Tobias Elsässer, versteht es, den Krug'schen Charakter der Songs mit seiner ausdrucksstarken Stimme zu interpretieren.
Musikalisch gibt es daher keineswegs belanglose DDR-Schlager zu hören. So sind die üppig und in der Tradition amerikanischer 60er/70er-Soulmusik arrangierten Originaltitel auch heiß begehrtes Material bei Funk- und Raregroove-DJs sowie Plattensammlern.
Die Band GOLDSTAUB wurde 2006 von Drummer Axel Krause (auch "Luxuskörper", "Tender Buttons" und "Kehrwoche") gegründet, der für das Musikprojekt schnell acht zum Teil professionell arbeitende Musiker aus dem Großraum Stuttgart gewinnen konnte. Neben Tobias Elsässer, der zwei Jahre mit der Boygroup "Yell4U" auf der Bühne stand, bedient Ralf Schuon, u.a. Keyboarder bei der Band "Beatbetrieb", das Piano. Sebastian Zimmermann (Bass) spielt neben seiner Tätigkeit als Dozent beim bass department u.a. bei den Formationen "Klaus Paul Quintet" und "Roger'n'Stuff". Für den zuckersüßen Background-Chor sorgen die zwei Sängerinnen Ines Amanovic und Irina Rank, die sonst als 20er Jahre Chanson-Duo "Las Lolitas" auftreten.
Besteht das Repertoire von GOLDSTAUB momentan größtenteils aus Manfred-Krug-Songs, so werden künftig vermehrt auch Nummern weiterer ostdeutscher Interpreten Einzug in das Programm finden. Material hat Axel Krause in seiner ständig anwachsenden Sammlung alter AMIGA-Platten auf jeden Fall noch genügend.
Bei den Live-Auftritten der Band zeigt sich schnell, dass man keineswegs Zeitzeuge sein muss, um Gefallen an der Musik von GOLDSTAUB zu finden. Insbesondere auch jüngere Konzertbesucher lassen sich sofort vom Charme und Grooves dieser Musik infizieren und verlassen den Saal nicht selten mit einem Lächeln im Gesicht.
Auch der Name der Band ist eine Hommage an die Musik der DDR. Insbesondere die schwer zu beschaffenden Ersatzteile im KFZ-Bereich trugen dort diesen Spitznamen. Für sie galt es, entweder Höchstpreise zu zahlen oder aber lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen, weshalb sie als ebenso wertvoll wie Goldstaub galten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Bezeichnung „Goldstaub“ als Begriff für alles, was in der DDR nur schwer zu bekommen war.
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