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Krikela

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Album:
Released: Jan 1, 2007
Label:

General Info

  • Genre: Acoustic / Folk / Lyrical

    Location Köln, Nordrhein-Westfalen, Ge

    Profile Views: 54877

    Last Login: 5/22/2012

    Member Since 12/17/2006

    Website krikela@hotmail.com

    Record Label Unsigned

    Type of Label Unsigned

  • Bio

    <a href="http://tinypic.com?ref=21c9htx" target="_blank"><img src="http://i51.tinypic.com/21c9htx.jpg" border="0" alt="Image and video hosting by TinyPic"></a> <a href="http://tinypic.com?ref=34624ah" target="_blank"><img src="http://i56.tinypic.com/34624ah.jpg" border="0" alt="Image and video hosting by TinyPic"></a> Rezension von "St�mpereien in Mono":.... Gefangen im Spiegellabyrinth.... Sobald ich in letzter Zeit etwas �ber Liedermacher h�re, bekomme ich jedesmal Brechreiz. Ich kann sie nicht mehr h�ren, diese pseudo-emotionalen Typen mit ihren Akkustikgitarren, die haupts�chlich ihre drei „Probleme", Frauen, Drogen und F�kalien, besingen. Krikela ist auch eine Liedermacherin, doch bildet sie eine positive Ausnahme von den garstigen Bardenges�ngen dieser Typen. Ihr neues Album hei�t „St�mpereien in mono" und kommt vom Titel her �hnlich bescheiden wie ihr Debutalbum „Selbstmitleid und vier Akkorde" daher. Es ist nicht so, als w�rde Krikela nie �ber F�kalien, Drogen oder Liebeskummer singen, jedoch wirken ihre Lieder weitaus stilvoller, und vor allem authentischer. Ihr Mut zur Traurigkeit wird begleitet von ihrem gro�en Thema: die Entschleierung jeglicher Illusion. Und so ist es kein Zufall, dass Metaphern wie die des Spiegels und der Verzerrung mit Vorliebe von ihr benutzt werden. Sie kratzt stets an der Oberfl�che ihrer Welt und bohrt gleichzeitig tief in der Oberfl�chlichkeit der Realit�t, womit deren Absurdit�t oftmals entbl��t wird. Herrlich erfrischend ist auch ihre Selbstironie, die selbst ihre traurigsten Lieder mit Hoffnung f�llt und gleichzeitig das eine oder andere gesellschaftskritische Element in sich birgt. Diese Blicke nach vorn werden jedoch von der Erkenntnis, im eigenen Selbst gefangen zu sein, getr�bt. Krikela muss an ihrer allzu idealistischen Weltsicht letztendlich scheitern. Doch in dieser Sisyphusarbeit liegt auch ihre wahre Gr��e. .... .... -----------------------------------------------------------------.... und die rezension meines neuesten albums "[Neuer Ordner]": .... Rezession: Neue Schu[:]b-laden-ordnung: Posiepunk .... Jede Entwicklung ist ambivalent. Sie ist zugleich mit Verlust und Gewinn verbunden. Der Verlust des unbefangenen anf�nglichen Auftretens f�hrt bei vielen Musikern dazu, dass sie nur noch den sehns�chtigen Blick auf das Unerreichbare des Anfangs richten, ohne dabei dem Durchblick ihrer Erfahrung etwas Positives abgewinnen zu k�nnen. Krikela hat den Spagat fertig gebracht, sich weiterzuentwickeln und dabei dennoch ihrem Wesen treu zu bleiben. Musikalisch gesehen wirken der Einbau der Ukulele und die neuen unbeschreiblichen - an den fr�hen Punk, allerdings in akustischer Ausf�hrung, erinnernden - Stilelemente erfrischend experimentell. In Bezug auf den unverkrampften Umgang mit sehr pers�nlichen Problemen ist das neue Album ein „klassisches" Werk von Krikela. Fast niemand erkennt so konsequent scheinbare Banalit�ten als tats�chliche Probleme zwischenmenschlicher Beziehungen und ist imstande diese auf so direkte und ehrliche Weise musikalisch zu thematisieren. Auch auf „[Neuer Ordner]" findet sich die symptomatisch-sympathische Kombination von Poesie und Ironie wieder, die die Lieder von Krikela zu einzigartigen humorvollen, nachdenklichen und spannenden Geschichten machen, welche trotz der Ich-Perspektiven den Blick auf die Gesellschaft nicht verlieren. Das inhaltlich Neue der neuen musikalischen Schubladenordnung findet sich gerade darin, dass der politisch-gesellschaftliche Blickwinkel erweitert wurde. Mit hoffnungsvollen Gedanken und gleichzeitiger Wut im Bauch gelingt es Krikela haltlose bzw. nicht hinnehmbare gesellschaftliche Zust�nde messerscharf zu analysieren und leidenschaftlich zu kritisieren, ohne in peinliche Politparolen abzudriften. Dabei ist sie sich stets im Bewusstsein ihrer privilegierten Position innerhalb derselben verschlossen-geschlossenen Gesellschaft. In diesem Zusammenhang ist es ist mehr als zu begr��en, dass sich Krikela vor zwei Jahren den unmoralischen Angeboten der gro�industriellen Deutschtexter verweigert hat. Ihr unverwechselbarer kernig-kantiger Gesang kam schon immer ohne pomp�se B�hne und Deutschquote aus. ....
  • Members

  • Influences

    ganz schön viele. Ganz früher hab ich ja unheimlich viel Björk und Tori Amos gehört(außerdem noch Punk und grunge und 1000 andere sachen). Dann hatte ich eine große Erleuchtung als ich anfing, Die Sterne zu hören, die Texte waren so gut, ich hätte vorher nie gedacht, dass man das mit Musik zusammen machen kann. Seitdem hab ich vor allem Wert auf Texte gelegt und mehr deutsche Musik gehört, wie Funny van Dannen, Tocotronic, Die Goldenen Zitronen, Kante. Bald kam auch der Anti-Folk dazu mit der großartigen Liedermacherin Kimya Dawson, ein ganz großes Vorbild. Spätestens als ich Bright Eyes und Daniel Johnston kennenlernte, war mir nun endgültig klar, dass es gar nicht nötig ist, perfekt singen und gitarre spielen zu können und seine lieder mit dem saubersten Studio Sound aufzunehmen, um ein gutes Lied zu machen. So kam es, dass ich die Imperfektion lieben lernte. also ich könnte natürlich wenn ich wollte, aber ich will ja nur nicht, ist ja klar.
  • Sounds Like

    Kimya Dawson - Bright Eyes - Funny van Dannen - Tocotronic

Bio:

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Rezension von "Stümpereien in Mono":

Gefangen im Spiegellabyrinth

Sobald ich in letzter Zeit etwas über Liedermacher höre, bekomme ich jedesmal Brechreiz. Ich kann sie nicht mehr hören, diese pseudo-emotionalen Typen mit ihren Akkustikgitarren, die hauptsächlich ihre drei „Probleme“, Frauen, Drogen und Fäkalien, besingen. Krikela ist auch eine Liedermacherin, doch bildet sie eine positive Ausnahme von den garstigen Bardengesängen dieser Typen. Ihr neues Album heißt „Stümpereien in mono“ und kommt vom Titel her ähnlich bescheiden wie ihr Debutalbum „Selbstmitleid und vier Akkorde“ daher. Es ist nicht so, als würde Krikela nie über Fäkalien, Drogen oder Liebeskummer singen, jedoch wirken ihre Lieder weitaus stilvoller, und vor allem authentischer. Ihr Mut zur Traurigkeit wird begleitet von ihrem großen Thema: die Entschleierung jeglicher Illusion. Und so ist es kein Zufall, dass Metaphern wie die des Spiegels und der Verzerrung mit Vorliebe von ihr benutzt werden. Sie kratzt stets an der Oberfläche ihrer Welt und bohrt gleichzeitig tief in der Oberflächlichkeit der Realität, womit deren Absurdität oftmals entblößt wird. Herrlich erfrischend ist auch ihre Selbstironie, die selbst ihre traurigsten Lieder mit Hoffnung füllt und gleichzeitig das eine oder andere gesellschaftskritische Element in sich birgt. Diese Blicke nach vorn werden jedoch von der Erkenntnis, im eigenen Selbst gefangen zu sein, getrübt. Krikela muss an ihrer allzu idealistischen Weltsicht letztendlich scheitern. Doch in dieser Sisyphusarbeit liegt auch ihre wahre Größe.

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und die rezension meines neuesten albums "[Neuer Ordner]":

Rezession: Neue Schu[:]b-laden-ordnung: Posiepunk

Jede Entwicklung ist ambivalent. Sie ist zugleich mit Verlust und Gewinn verbunden. Der Verlust des unbefangenen anfänglichen Auftretens führt bei vielen Musikern dazu, dass sie nur noch den sehnsüchtigen Blick auf das Unerreichbare des Anfangs richten, ohne dabei dem Durchblick ihrer Erfahrung etwas Positives abgewinnen zu können. Krikela hat den Spagat fertig gebracht, sich weiterzuentwickeln und dabei dennoch ihrem Wesen treu zu bleiben. Musikalisch gesehen wirken der Einbau der Ukulele und die neuen unbeschreiblichen - an den frühen Punk, allerdings in akustischer Ausführung, erinnernden - Stilelemente erfrischend experimentell. In Bezug auf den unverkrampften Umgang mit sehr persönlichen Problemen ist das neue Album ein „klassisches“ Werk von Krikela. Fast niemand erkennt so konsequent scheinbare Banalitäten als tatsächliche Probleme zwischenmenschlicher Beziehungen und ist imstande diese auf so direkte und ehrliche Weise musikalisch zu thematisieren. Auch auf „[Neuer Ordner]“ findet sich die symptomatisch-sympathische Kombination von Poesie und Ironie wieder, die die Lieder von Krikela zu einzigartigen humorvollen, nachdenklichen und spannenden Geschichten machen, welche trotz der Ich-Perspektiven den Blick auf die Gesellschaft nicht verlieren. Das inhaltlich Neue der neuen musikalischen Schubladenordnung findet sich gerade darin, dass der politisch-gesellschaftliche Blickwinkel erweitert wurde. Mit hoffnungsvollen Gedanken und gleichzeitiger Wut im Bauch gelingt es Krikela haltlose bzw. nicht hinnehmbare gesellschaftliche Zustände messerscharf zu analysieren und leidenschaftlich zu kritisieren, ohne in peinliche Politparolen abzudriften. Dabei ist sie sich stets im Bewusstsein ihrer privilegierten Position innerhalb derselben verschlossen-geschlossenen Gesellschaft. In diesem Zusammenhang ist es ist mehr als zu begrüßen, dass sich Krikela vor zwei Jahren den unmoralischen Angeboten der großindustriellen Deutschtexter verweigert hat. Ihr unverwechselbarer kernig-kantiger Gesang kam schon immer ohne pompöse Bühne und Deutschquote aus.

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Member Since:

December 17, 2006

Members:







Influences:

ganz schön viele. Ganz früher hab ich ja unheimlich viel Björk und Tori Amos gehört(außerdem noch Punk und grunge und 1000 andere sachen). Dann hatte ich eine große Erleuchtung als ich anfing, Die Sterne zu hören, die Texte waren so gut, ich hätte vorher nie gedacht, dass man das mit Musik zusammen machen kann. Seitdem hab ich vor allem Wert auf Texte gelegt und mehr deutsche Musik gehört, wie Funny van Dannen, Tocotronic, Die Goldenen Zitronen, Kante. Bald kam auch der Anti-Folk dazu mit der großartigen Liedermacherin Kimya Dawson, ein ganz großes Vorbild. Spätestens als ich Bright Eyes und Daniel Johnston kennenlernte, war mir nun endgültig klar, dass es gar nicht nötig ist, perfekt singen und gitarre spielen zu können und seine lieder mit dem saubersten Studio Sound aufzunehmen, um ein gutes Lied zu machen. So kam es, dass ich die Imperfektion lieben lernte. also ich könnte natürlich wenn ich wollte, aber ich will ja nur nicht, ist ja klar.

Sounds Like:

Kimya Dawson - Bright Eyes - Funny van Dannen - Tocotronic

Record Label:

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02:36 | 960 plays | Sep 13 2007

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