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BLUEPRINT FANZINE:
Das Debütalbum „Kolorit“ von LANDSCAPE IZUMA ist vor allem eines: sehr ruhig.
[...] Diese melancholischen Tracks berühren mich leider überhaupt nicht. Das liegt sicherlich weniger an mir als an der etwas dünnen und zum Teil schwachen Stimme. Gerade in höheren Tonlagen wie beispielsweise bei dem Opener fängt sie an, sich zu überschlagen. Der Gesang erscheint doch sehr gequält, was ich an und für sich nicht schlecht finde, aber er klingt doch Lied für Lied sehr ähnlich. Der manchmal aus dem Hintergrund à la Emocore rufende Chor wirkt ein wenig deplatziert, pubertär und albern.
Hier ist sicher viel Potential vorhanden, insbesondere was das Songwriting betrifft. An dem Gesang müsste meiner Meinung nach noch etwas getan werden. Denn so beinahe in einer Tonlage klingt er mir zu monoton, und höher kann der Sänger mit vietnamesischen Wurzeln aus dem österreichischen Wien offenbar nicht singen.
[...] Ausbaufähig. (it)
LEGACY:
[...] zu Beginn ist in der Welt von LANDSCAPE IZUMA aber alles elektronisch und von den breiten Keyboardflächen und schwebenden Melodien geprägt, die sich mit der androgynen Stimme des Sängers zu einem wabernden Soundteppich verweben [...]. Klingt alles ganz toll? Funktioniert aber leider nur bedingt:
[...] Nach einiger Zeit aber kommen dann ernsthafte Zweifel, was dieses halbesoterische, ständig vor sich hinschlurfende Geschwurbel eigentlich soll und ob man hier nicht eigentlich einem ganz üblen, heimlichen Hippie auf den Leim geht, der dasselbe Stück immer wieder vertont und eigentlich nicht wirklich in der Lage ist, Songs zu schreiben. Zu dem auf der Mitte der Platte befindlichen '10502 Anywhere' passt eigentlich der Songtitel ganz gut: Es klingt wie ein x-beliebiges Dudelstück in einer x-beliebigen Reihe aus LANDSCAPE IZUMAs Songfabrik, die solche Tracks scheinbar reihenweise auswirft. Was also ist jetzt zu tun mit dieser Platte namens "Kolorit"? Man stellt sie am besten in den Schrank und kramt sie ab und zu wieder hervor, wenn die Stimmung passt. Wirklich dauerhaft hörbar ist dieses Album nicht, qualitativ mit seinen Vorbildern vergleichen kann sich Georg Tran Lap Vinh leider auch nicht. Netter Versuch, dennoch. (SBA)
MAGAGIN:
[...] Was das Ein-Mann-Projekt „Landscape Izuma“ vorlegt, ist vorsichtig und ein bisschen blass, in erster Linie aber viel zu perfekt durchkomponiert und produziert.
[...] Das setzt viel musikalisches Verständnis voraus; leider wird mit allen abgeschliffenen Ecken und Kanten aber auch die Eigentümlichkeit aus jedem einzelnen Song verbannt. Ein paar Nummern treten durchaus positiv hervor, „11502Anywhere“ oder „Rough Sheets“ zum Beispiel. Gerade letzteres überzeugt durch interessante Rhythmen und ¾-Takt. Trotzdem bleiben unterm Strich knapp 38 Minuten Lebensverdruss in Moll.
Man kennt so was schon von „Turner“ oder „Merz“, zuletzt vielleicht sogar von „Get Well Soon“: Deren Platten interessieren sich ein kleines bisschen mehr für die Nachtseite des Lebens. Nachtseite wird schließlich auch gern gleichgesetzt mit Tiefgang. Dennoch bleibt bei eben diesen Künstlern noch ein bisschen Unausdeutbarkeit, wenn „Landscape Izuma“ vom Muster seiner Kinder-Bettdecke erzählt.
Die Platte ist gut, musikalisch niveauvoll, aber schlicht zu glatt und unspontan. [...] (L. Krutzinna)
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