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London Connection's Blog

  • Time to say good bye...oder so

    Pünktlich 17:35 sind wir wohlbehalten wieder in Berlin Tegel gelandet.


    Nachdem wir herzlich von unseren Familien oder Freunden in die Arme geschlossen, uns erschöpft und glücklich in unsere wohligen eigenen Betten geworfen haben und endlich wieder zu Hause angekommen sind, wird es nun Zeit für ein kleines Résumé.


    Ob College oder Reiseunternehmen, wir waren letztendlich alle zufrieden mit unseren Praktikumsplätzen und konnten einiges an Erfahrungen mitnehmen. Nicht nur was die fachliche Seite betrifft, sondern auch was das Arbeitsumfeld angeht. Es war interessant mitzuerleben, wie verschieden es doch ist, im Vergleich zu Deutschland. Während man hier gar nicht schnell genug nach Hause kommt, wird in London erst einmal auf die Kollegen gewartet, um sich noch gemütlich in einen Pub zu setzen und so den Tag ausklingen zu lassen. Das könnte unter anderem daran liegen, dass jeder irgendwie versucht, die Tube während den Rushhours zu meiden.


    Auch das Leben an sich in London war anders. Vom komplett anderen Stadtbild bis hin zu den Menschen. Wer englische Höflichkeit für ein Gerücht hält, liegt falsch. Dort steht man in der Tube ohne zu zögern auf. Sei es für ältere Menschen, Schwangere oder auch wenn man nur Schnupfen hat.


    London ist ein teures Pflaster, zumindest was die Lebensunterhaltkosten betrifft. Für die Shoppingwütigen unter uns jedoch entpuppt es sich als Erlebnis. Wenn man bedenkt, dass man bei Primark passable Schuhe für 2£ bekommt, schlagen Frauenherzen doch höher. Da nimmt man auch gerne kilometerlange Schlangen und blaue Flecken in Kauf. Und Übergepäck für 66£ ;D


    Das Zusammenleben entpuppte sich als okay, jedoch denke ich, weiß nun jeder 100% wo seine Prioritäten liegen. Ich persönlich bevorzuge meine eigenen vier Wände und glaube, dass ich mir und meiner Umwelt einen großen Gefallen damit tue ;)


    Wenn auch unsere Ersparnisse und Nerven manchmal etwas gelitten haben, es war eine wunderbare Erfahrung, die wohl jeder von uns vier wiederholen würde.


    Cheers von uns allen, danke fürs Lesen und einen hoffentlich schönen Sommer!


    Die andere Julia

  • Der Countdown läuft…

    Current mood:chill

    Hallo ihr Lieben,

    nach einem etwas düsteren, hier mal ein aufmunternder Beitrag ;)


    London ist wohl die aufregendste und gegensätzlichste Stadt der Welt und wenn ich keine Pflichten und die finanziellen Mittel hätte, würde ich es noch länger hier aushalten. Heute früh bin ich bei schönstem Wetter im Londonstyle mit einem Venti-Low Fat-Chai Latte und Lily Allen im Ohr zur Liverpool Station gelaufen, um bei der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer Zertifikate für die Studenten des Colleges abzuholen. Ich empfehle euch wirklich wann immer ihr könnt, öffentliche Verkehrsmittel zu meiden und 500 Meter lieber zu Fuß zu laufen. Man ist oft schneller, erspart sich den Verlust vieler Nerven und sieht sogar noch etwas von der Stadt! Das ist doch mal was. Auf meinem Weg bin ich an einer menge netter Cafés und Sandwichbars vorbeigekommen, auf deren Terrassen sich viele fein angezogene Geschäftsfrauen und -männer tummelten. Ganz in der Nähe des ECBM befindet sich übrigens auch die St. Paul’s Cathedral (ca. 25 Minuten Fußweg). Dort habe ich es leider immer noch nicht hingeschafft, was weniger an Zeit- als an Motivationsmangel lag. Definitiv ein Plan für unser vorletztes Wochenende. Was ich eigentlich nur sagen wollte: Neben sozialen Konflikten ist es wirklich wunderschön hier!


    So, nun was gibt es zu berichten… Das Highlight der letzten Wochen war für mich auf jeden Fall der gemeinsame Besuch vom Phantom der Oper im „Her Majesty's Theatre“. Mehr noch als von dem Gesang war ich von den tollen Kostümen und Kulissen beeindruckt. Ein wahres Meisterwerk, das mich fast meine Berufswahl überdenken lässt ;) Und für nur 32 Pfund hatten wir recht akzeptable Plätze. Die Karten haben wir übrigens eine Stunde vor Vorstellungsbeginn bei einem Half Price Ticket-Desk am Leicester Square gekauft. Es lohnt sich also wirklich. Naja, und alle sonstigen Highlights haben eigentlich ausschließlich aus extensiven Pub- und Clubbesuchen bestanden, aber das ist auch gut so.


    Am Montagabend hat uns Daniela, unsere Gastmutter, zu sich nach Hause auf ein paar Drinks und Snacks eingeladen, damit wir und die anderen Praktikanten für, die sie sich um Unterschlupf bemüht hat, zusammenkommen und auf Sabrinas Geburtstag anzustoßen. Später kam auch noch unser Mitbewohner Mark dazu. Insgesamt wirklich ein netter Abend und eine noch liebere Geste von Daniela.


    In der letzten Zeit waren wieder viele Besucher bei uns zu Gast und wenn sie nicht selbst aus unerfindlichen Gründen den Flug verpasst haben, dann kam das zukünftige Unwort „ash cloud“ zum Zuge. Es war wirklich nervenraubend, als ich meine Freundin Susan zum Flughafen gebracht habe und wir dann vor Ort erfahren mussten, dass vorerst alle Flüge nach Süddeutschland gecancelt wurden. Dazu kam noch ein sehr böser Streit und das Drama war perfekt. Informiert euch also unbedingt immer, immer, immer vorher über euren Flugstatus, das kann eine menge Ärger ersparen, denn auch die Fahrt zum Gatwick Airport ist nicht billig, ganze 23 Pfund musste ich zahlen für nichts. Nachdem dies auch Christians Antonia, Denises Mama und ihrer besten Freundin Franzi passiert ist, wissen wir wohl, was wir nächsten Sonntag unbedingt vorm Abflug zu tun haben.


    Ja, ja so ist es, der Abschied rückt immer näher. Da ich kein Heimweh an sich habe, sondern eigentlich nur von der Wohnsituation angenervt bin (sich ein Zimmer teilen zu müssen bedeutet schließlich ständige Rücksichtnahme von beiden Seiten) finde ich die Vorstellung wieder allein in meinem Bett schlafen zu können sehr angenehm. Ansonsten werde ich London wohl wirklich vermissen, besonders jetzt, wo das Wetter anfängt richtig toll zu werden und sich erste Frühlingsgefühle einstellen. Aber wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich die Segel streichen, gell? :)


    London, I’ll be back!


    Bis demnächst


    Julia B

  • Gedanken am Montag...

    So, der Kreis schließt sich und ich bin wieder dran mit dem Blog. Was hat sich seither zugetragen? Nicht viel, muss ich leider zugeben.


    Der Arbeitsalltag hat einen ja schon sehr schnell eingeholt, aber ich hab trotzdem das Gefühl, dass es immer schlimmer wird, je weiter wir im Einsatz voranschreiten. Für mich heißt das, dass ich konstant müde bin und schlafen will. Daraus lassen sich ohne Weiteres meine Ambitionen zu jeglichen Unternehmungen ableiten...


    Nichtsdestotrotz haben wir es doch immerhin geschafft, ein kleines BBQ in unserem Garten zu veranstalten, zusammen mit Mark, der sich als exzellenter Grillmeister herausstellte. Burger, Chickenwings, Bacon und was nicht alles sonst haben sehr geholfen, die Wirkung des White Russian mittelfristig einzudämmen.


    Ein weiteres Konzert bahnte sich ebenfalls an und die Vorfreude wurde nicht enttäuscht. Wenn ich jetzt allerdings darüber erzähle, dann werden hier sowieso die wenigsten etwas mit Parkway Drive anfangen können, daher verliere ich mich jetzt nicht mit Anekdoten zu Hardcorebands und ihren Darbietungen. Man soll ja auch Papier sparen, nech?


    Eine nette Unternehmung war auch der Besuch des ältesten Pubs in London, dem „Cheshire Cheese“, in dem Denise, Mark und ich waren. 1667 wurde es nach dem großen Feuer wieder aufgebaut und seither relativ unverändert (natürlich an heutige Sicherheitsbestimmungen angepasst, also diverse Schilder, die auf die geringe Deckenhöhe hinweisen) weitergeführt. Dort haben wir ein nettes kanadisches Pärchen kennengelernt und den einen oder anderen Pint gehoben. Natürlich an einem Mittwoch, was das Aufstehen am Donnerstag zu einem wahren Hochgenuss gemacht hat.


    Tja, was gibt es sonst noch zu berichten? Kommen wir vielleicht mal zu etwas ernsteren Themen: das liebe Geld. Es wird knapp, und zwar ganz erheblich. Und ich möchte behaupten (natürlich nur für meine Wenigkeit), dass dies nicht unbedingt mit einem rücksichtslosen Kaufrausch nach dem anderen zu tun hat. Viel mehr hängt das mit den alltäglichen Kosten zusammen, die man hier so zu tragen hat. Sicherlich,  man kann bei allem sparen, beim Essen, bei den Getränken, bei den Aktivitäten, aber man will auf der anderen Seite ja auch nicht wesentlich schlechter leben, als man es zu Hause tut. Man geht also mal weg, ein Bierchen trinken, man geht in den Supermarkt und kauft ein wenig Essen ein und den einen oder anderen Saft (siehe letzter Blogeintrag) und schon ist man einen ganzen Batzen Kohle los. Dann jeden Monat die heftigen 116 Pfund für eine FAHRKARTE und dann möchte man ja schon mal den einen oder anderen Bekleidungsartikel erwerben, man befindet sich ja schließlich in einer Stadt, die das eine oder andere interessante Geschäft bietet.


    Kinder, was ich euch zu sagen versuche ist: Spart Geld! Am besten nen ganzen Sack voll. Nachdem ich einen Kassensturz gemacht hab, direkt nach der Zahlung der letzten Monatsmiete, kann ich ohne Scham sagen, dass ich ziemlich Pleite bin. Und ich bin nicht der einzige, dem es so geht ;)


    Wie dem auch sei, 3 Wochen müssen wir noch „ausharren“, dann können wir wieder nach Hause (ja, ich geb’s zu, ich hab Heimweh;)) und ihr bekommt die Chance Fotos zu machen von Leuten, die schon mal 3 Monate in London waren.


    Cheers


    Christian

  • Riesen Riesenrad und shoppen im „Vorhof zur Hölle“

    Current mood:cheerful

    Ich muss schon sagen, dass „The London Eye“ sehr hoch ist. Auch wenn ich mehr erwartet hätte von dem Ausblick, bin ich doch beeindruckt von dieser Konstruktion. Mehr Spaß allerdings hatte ich auf der Straße direkt zum London Eye. Eine ganze Menge entzückender Straßenkünstler. Wer dann noch nicht genug hat und mal von ganz oben nach ganz unten eintauchen will, kann direkt weiter laufen zum Sea Life Aquarium. Auch nett.

    Nun sind schon wieder zwei Wochen vergangen und es wird Zeit für ein Update.


    Da wir euch nun schon schon unsere Arbeitsplätze und Unterkunft vorgestellt haben, will ich euch ein paar Altagsschwierigekeiten etwas näher erläutern mit denen man hier tagtäglich (ich zumindest) konfrontiert wird.


    Da der Mensch ohne Essen nicht überleben kann, ist man gezwungen den Schritt in den Supermarkt (z.B. Sainsbury’s oder Marks & Spencer) zu tun. Dazu sollte man sich allerdings einen genauen Plan seiner benötigten Utensielien und Nahrungsmittel machen und sich konsequent daran halten, da man sonst schnell veloren geht. Lässt man sich erst einmal auf ein „2 für 1“ Angebot ein, befindet man sich im Strudel der kleinen gemeinen roten Angebotsplaketten. Nachdem man dann also mit doppelt so viel als geplant (weil „3 für 2“, „1/2 prize“ oder auch „take 2 buy 1“) im Wagen und Sachen die man eigentlich nicht braucht (weil man sie eigentlich gar nicht isst, aber das Angebot ja super war) hoffentlich fertig ist mit dem Einkauf, steht man vor einer weiteren schwierigen Entscheidung. Self check out oder Kasse. Die lange Schlange vor sich hat man bei beiden umsonst.


    Nächstes Shopping Event: Primark oder „Der Vorhof zur Hölle“. Ob in Tooting, Oxfort Street oder Liverpool. Günstig, tolle Klamotten und reichlich vertreten. Doch kommt man den Umkleidekabinen näher, wird einem erst klar, auf was man sich eingelassen hat. Mein Tipp: Cofe to go, damit ihr beim stundenlangen Anstehen nicht versehentlich einschlaft und überholt (bzw. überrannt) werdet ;).


    Wo wir schon beim nächsten Punkt wären. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich ein Weichei bin oder daran, dass die Londoner keinerlei Geschmacksnerven für bitter besitzen. Wenn man nicht sagt, dass der Kaffe bitte nicht so stark sein muss (dass ein Espresso in einem kleinen Kaffe Latte durchaus genügt), kann man sich auf eine schlaflose Nacht einstellen. Tipp also: entweder man denkt daran seine Bedürfnisse vorher zu äußern oder man mixt seinen Kaffe gekonnt mit Wasser (das man dementsprechend also immer dabei haben sollte).


    Hat man seinen Alltag dann gemeistert, kann man sich in einem der vielen Pubs mit einem Birnen Cider belohnen (wahlweise auch Ale oder Eiswürfel mit Diet Coke).


    In diesem Sinne Cheers und See you later.

    Julia A und die London Connection.

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