General
...sei hier zunächst gesagt, dass die folgenden Aussagen/Texte/Ideen/Sichtweisen eine lange Zeit zum Reifen gebraucht haben. Das lässt sich nicht konsumieren. Nimm dir also Zeit zum Lesen, sonst bringt das niXx (im blog gibt's das Häppchenweise, teilweise auch vorgekaut)...
Such is life:
Da sitzen drei Affen:
Der erste wird durch die Sicht auf die Welt erleuchtet
und sagt es gleich den anderen beiden.
Der zweite sieht es auch, kann es aber nicht bezeugen, denn er ist stumm.
Der dritte glaubt dem ersten nicht, weil er nur glaubt, was er gesehen sprich erfahren hat.
anders
Das Gewicht einer Aussage
offenbart sich in den Worten,
die sich um sie gruppieren -
eigentlich.
Wenn man stark polarisiert,
damit ein Funken überspringt,
kann es durchaus passieren,
dass man einen Schlag kriegt.
Um den Horizont zu erweitern
muss man zuweilen den Rahmen sprengen.
Ein gutes Gespräch ist wie eine polierte Glasscheibe:
man erkennt sich selbst darin wieder und
sieht hinter die Fassade.
Wenn man aber den falschen Blickwinkel hat,
sieht man nur eine Reflexion der Kulisse.
Wenn das Festhalten an Prinzipien einem anfängt zu schaden,
dann sollte man sie überdenken.
Der verzweifelte Versuch,
menschliche Interaktion
in allgemeingültige Logik zu pressen,
nennt sich Erfahrung.
Als der Mensch sich
zum sich selbst bewussten Wesen gekrönt hat,
hat er schlicht eine schillernde Narrenkappe
aufgesetzt.
Auf Dinge, die sowieso passieren
zu warten,
ist Zeitverschwendung.
Die Eingänge ins Jammertal heißen
"Hätteichnur", "Wäreichnur" und "Wennichnur".
Am Tränenfluss entlang kommt man
irgendwann zum Ausgang "Handlung"
den man entweder nimmt
oder sich im Lager "Binsenweisheiten" niederlässt,
um dort füllende, nicht aber sättigende, Nahrung aufzunehmen
und sich am Strohlagerfeuer beim Beschweren zu erleichtern.
Mit der Wahrheit ist es wie mit einem Pickel:
sie will erst nach ordentlicher Reifung
in der richtigen Art und Weise ausgedrückt werden,
sonst entzündet sich alles drum herum.
Eitelkeit ist die Zündschnur
zu einer Bombe namens Stolz.
Brennt diese Zündschnur
nur in schönem Schein,
so führt sie unweigerlich zu etwas,
das nur zerreißen kann.
Das Leben ist eine Langspielplatte:
Wenn man sich dessen bewusst ist
dass sich das Leben in Zyklen abspielt
und zu einem Punkt konvergiert,
dann kann man sich zurücklehnen
und die Musik, die es spielt, genießen.
Verallgemeinerung ist ein essentieller Schritt bei der Bildung von Vorurteilen.
Das Leben ist eine reich gedeckte Tafel,
allerdings muss das Meiste darauf
ungeachtet seines Geschmacks gegessen werden,
bestellt kann nur selten werden
der Geschmack entfaltet sich erst im Nachhinein
und ob es satt macht weiß man nicht...
Der Mensch ist die Summe
seiner variablen
momentaufnahmegeprägten Konstanten,
keine Konstante,
geschaffen in einer Momentaufnahme.
Das Leben ist wie ein großes Konzert -
die meisten nicken zur Musik und einige schütteln den Kopf -
getanzt wird aber trotzdem.
Konstruktive Interferenz und destruktive Konvergenz
trennen Symbiose und Parasitismus voneinander.
Seitdem Zeit Geld ist,
ist die Ungeduld zur Gesellschaftskrankheit geworden.
Den zu Reichen
wird nichts reichen,
egal was wir ihnen reichen.
ganz anders
Die Realität steht
zwischen der weißen Qualität und der schwarzen Quantität -
in Alltagsgrau gehüllt.
Wer immer den besten Schnitt machen will
braucht sich nicht zu wundern,
wenn er sich dabei irgendwann um Kopf und Kragen bringt.
Wenn man erwartet,
dass die Leute springen wenn man es sagt,
braucht man sich nicht zu wundern,
wenn sie sich als Ziel setzen, einem auf den Füßen zu landen.
Erfahrungsverdorbene Menschen tun nur noch ihr Übriges.
Was man sieht und was es ist gabelt den Weg zwischen Verständnis und Trugschluss.
Wer den zweiten Schritt vor dem ersten macht, kann nur hinfallen.
Wenn einem der Tag den Kopf zerfressen hat, träumt man ihn sich nachts wieder ganz.
Kein Schach sondern ein Mensch-ärgere-dich-nicht.
Ein süß tröpfelndes Schlaflied und ein Traum mit einem Wecker namens Realität.
Sich in die Kragenweite anderer zu pressen kann allzu leicht die Luft abschnüren.
Ein schöner Schein, der es nicht vermag, im Dunkeln zu leuchten. Das was leuchtet verbirgt sich in der Regel hinter dem Blendwerk.
Was Wille will und was er kriegt steht auf verschiedenen Blättern.
Wer nicht will hat schon.
IQ ist ohne EQ wertlos.
Besitz besitzt.
Alles ist für etwas gut.
Das Meiste hat seinen Grund.
Vieles hat ein Ziel.
Einiges lebt nur im Moment.
Weniges was wirklich reich macht, kann man sich kaufen.
Nichts hat nur eine Seite.
Mündigkeit hat nichts damit zu tun, möglichst viele Worte in die Welt zu spucken.
Wer sich nach möglichst vielen Nullen richtet,
muss sich nicht wundern,
wenn er eine Null mehr als erwartet bekommt.
Erfahrung verdirbt, wo sie auf der anderen Seite bewahrt;
sie will meist mit Blut bezahlt werden -
sei es das anderer oder das eigene.
Etwas Zweifelhaftes nach Hinterdenken und zu hinterfragen zu erkennen bewahrt nicht davor, diesen Weg trotzdem offenen Auges zu beschreiten.
Das Gefühl ist wie ein Luftballon:
wenn es voll und prall durch die Lüfte fliegt,
sollte man es nicht unbedingt mit einem Skalpell sezieren.
Wenn die Luft raus ist, dann geht das zwar,
aber was bringt es nach etwas zu suchen,
was nicht mehr drin ist -
wo das Gefühl herrscht wird das Schwert der Logik stumpf.
Der kategorische Imperativ ist ein nicht zu verwirklichendes Idealbild, aber dennoch als Gegengewicht zum Willen wichtig - Kausalität.
Den hypothetischen Imperativ kennt kaum einer, obwohl ihn so viele leben- Finalität.
Der Wille macht den kategorischen Imperativ zum kategorischen Konjunktiv.
Einsam lebt in Vergangenheit und Zukunft, allein im Moment
Wer etwas wertschätzt, was bezahlbar ist, ist wesentlich ärmer als jemand, der weiß, dass die wertvollsten Dinge umsonst zu haben sind.
Der Rubel rollt nicht - die Welt dreht sich um ihn herum!
Reue ist der Kater einer Schnapsidee.
Wenn die Grundfesten es aushalten,
dass man an ihnen rüttelt,
ohne sie ins Wanken zu bringen oder zutiefst zu erschüttern,
dann haben sie Bestand
Man schätzt es,
wenn einen andere schätzen,
ohne über und unter -
Hals über Kopf.
abschließend, und der ist der wichtigste von allen:
Nichts desto trotz:
was ich bin, war und sein werde,
sei dem Urteil derer überlassen,
die eher sich selbst statt mich fragen.
Music
Fanta4, 311, The Streets, Wu-Tang Clan, Massive Attack, Linking Park, Pop Will Eat Itself, Faith No More, Korn, Gnarls Barkley, Jurassic 5, Zoot Woman, Jedi Mind Tricks, Busta Rhymes, Aphrodite, Monster Magnet, Die Ärzte, Tori Amos, Deichkind, The Postal Service, Nine Inch Nails, The Prodigy, Selig, Blumentopf, Senser, Social Distortion, Breakbeat Era, Die Aeronauten, Cunnin Lynguists, Billy Talent, Björk, Foo Fighters, Peter Fox, Bloc Party, Santogold
Heroes
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Descartes)
Ich habe mich sorgsam bemüht,
menschliche Tätigkeiten
nicht zu verlachen,
nicht zu beklagen
und auch nicht zu verdammen,
sondern zu begreifen. (Spinoza)
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)
Alle Dinge haben
Zeiten des Vorangehens und Zeiten des Folgens,
Zeiten des Flammens und Zeiten des Erkaltens,
Zeiten der Kraft und Zeiten der Schwäche,
Zeiten des Gewinnens und Zeiten des Verlierens.
Deshalb meidet der Weise
Übertreibungen,
Maßlosigkeit und
Überheblichkeit. (Lao-Tse)
Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen,
wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen. (Albert Einstein)
Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
Des Menschen allerhöchste Kraft,
Lass nur in Blend- und Zauberwerken
Dich von dem Lügengeist bestärken,
So hab ich dich schon unbedingt! (Goethe - Faust I)
Wissen und Wissenschaft ist nur als Einheit möglich. (Platon)
Der Wille ist ein Vermögen,
nur dasjenige auszuwählen,
was die Vernunft
unabhängig von der Neigung
als gut erkennt. (Immanuel Kant)
Denken was wahr,
und fühlen was schön,
und wollen was gut ist:
darin erkennet der Geist das Ziel des vernünftigen Lebens. (Platon)
Den Hochgesinnten gewinnt man durch Gefühle.
Den Niedrigdenkenden gewinnt man durch Äusserlichkeiten.
Den Gleichgesinnten gewinnt man durch Höflichkeit.
Den Untergebenen gewinnt man durch Güte. (Ding Fu Bao)
Verantwortlich ist man nicht nur für das,
was man tut,
sondern auch für das,
was man nicht tut. (Lao-Tse)
I can..t unring that bell. (Earl Hickey)
Wer bist du? (die Vorlonen)
Was willst du? (die Schatten)
Einen Fehler durch eine Lüge zu verdecken heisst,
einen Flecken durch ein Loch zu ersetzen.
Andy Goldsworthy