"Das ist ein kleines Kunststück", urteilte VISIONS 2006 über Collision Time, das erste Album von MISS KENICHI. Und INTRO schwärmte: "Eine Stimme, die Verzückung auslöst." Jetzt ist der Zweitling da, schlicht "FOX" betitelt, und macht dort weiter, wo Collision Time aufhörte – etwas geschliffener, etwas weniger brüchig vielleicht, aber ebenso intensiv, packend und intim.
FOX ist wieder ein außergewöhnliches Album geworden, und das nicht nur, weil die Berliner Songwriterin fast komplett auf Schlagzeug verzichtet hat. Dass es neben den atmosphärisch-schwebenden Songs aber durchaus auch immer wieder rhythmisch heftig zur Sache geht, ist der ruppigen Gitarre und dem trockenen, knappen Bass geschuldet, dem wohldosierten, kantigen Einsatz von Klavier und Streichern. Der Sound von FOX bietet kein Versteck, sondern lässt einen ungefilterten, unverstellten Blick auf ganz intime Gefühle und Gedanken zu – mutig, kraftvoll und äußerst berührend. "Die neue Platte ist in jeder Hinsicht eine logische Fortführung der letzten", sagt MISS KENICHI alias Katrin Hahner selbst über FOX. "Geändert hat sich allerdings, dass ich früher alles unter Kontrolle haben musste. Ich wollte und musste alles allein machen, um zu sehen, was mein Fingerabdruck ist. Diesmal – etwas reifer, mit mehr Erfahrung, gelassener und auch neugierig auf den Input anderer Menschen – konnte ich mich öffnen und auch mal Vorschläge akzeptieren. Auch wenn ich wohl immer noch ein ziemlicher Tyrann bin!"
Leicht geändert haben sich auch die Themen. Während Collision Time vor allem vom Reisen und von der Suche nach Wurzeln handelte, spielt das auf FOX zwar immer noch eine Rolle, ist aber längst nicht mehr so übermächtig. "Ich muss nicht mehr ständig davonlaufen und suchen", sagt Hahner. "Ich war lange Zeit völlig heimatlos und hatte das Gefühl, im freien Raum zu schweben. Die einzige Möglichkeit, nicht durchzudrehen, war die totale Reduktion: Kein Vibrato, kein Fake, kein Zusatz. Nur die Geschichte, die ich sehe, wiederzugeben. Ohne sie zu deuten oder im Voraus zu interpretieren."
Und so malt sie mit ihren Songs kleine Szenen, zeigt blitzlichtartig Situationen, und aus diesen Momentaufnahmen ergeben sich Geschichten, die keiner linearen Erzählung mehr bedürfen – wie in "Fox", dem Titelsong, in dem der Fuchs zur Gans kommt und ihr sagt: "Hey girl, come around, I see danger come." Katrin Hahner versteht sich auf die Kunst, mit einem Satz eine Geschichte ins Rollen zu bringen. "I lay with my great love all alone", beginnt das bewegend atmosphärische, äußerst reduziert arrangierte "Light Blue Dust", und schon diese einzige, kraftvoll in die große Leere hinein gesungene Zeile setzt das Kopfkino in Gang.
Der starke bildliche Aspekt ihrer Musik ist kein Zufall. Bevor Hahner die Gitarre für sich entdeckte, studierte sie neben kleinen Engagements als Schauspielerin Kunst und Malerei. In einer Phase, in der keine Bilder kommen wollten, begann sie Songs zu schreiben. "Die Musik war meine Rettung. Ich fühlte mich stets sehr unsicher, was ich mit meinem Leben anstellen sollte, und ich hatte Angst vor der Zukunft, aber dann kamen die Songs, und ich wurde viel ruhiger. Es war, als wäre ich endlich angekommen. Alles machte Sinn." Nachdem sie ihre Musik mit wachsendem Erfolg live vorgestellt hatte, lernte sie Henrik von Holtum kennen, den MC des deutschen HipHop-Duos Kinderzimmer Productions. Holtum gefielen die Songs so sehr, dass er MISS KENICHI zunächst als Bassist bei Konzerten begleitete und dann auch dafür sorgte, dass der Erstling Collision Time auf seinem Label Kinderzimmer Recordings erschien.
Für FOX nutzte Katrin Hahner das Kölner Studio von Dürbeck und Dohmen in Köln, die sie bei der gemeinsamen Arbeit an einer Filmmusik kennen gelernt hatte. Die Arrangements sind nun ein wenig ausgefeilter, aber immer noch karg und betörend – simple, klagende Klaviertöne prägen "The Chasing", eine tief wurzelnde Americana-Gitarre umflirrt "Mountain High", und die märchenhafte, eindringliche Szenerie, die sie in "No Water" auferstehen lässt, braucht nichts anderes als ein paar dahingetupfte Gitarrenakkorde. Ein wahres Bonbon hat MISS KENICHI sich für den Hidden Track aufgehoben: "Will You Wake Up Before You Hit The Ground" (geschrieben von David Creese) entstand in Zusammenarbeit mit Hugo Race. Vor verzerrtem Harmonium und zurückhaltenden Akustikgitarren verbinden sich die dunkle, rauchige Stimme der australischen Indie-Legende und die helle, rauchige Stimme der deutschen Songwriterin in einem intimen, ganz privaten Augenblick.
"Mich interessieren unebene Wege, die nicht zu den bekannten Orten führen", sagt die Songwriterin abschließend. "Ich mag unberührte, aber hintergründige Geschichten. Und ich beobachtete gern andere Menschen und lasse mich von ihren Geschichten berühren. Ich möchte auf etwas hoffen können, die Dinge besser machen und mich nicht der Verzweiflung hingeben. Und ich weiß einen guten Witz zu schätzen." Diese Tiefe und Vielseitigkeit transportiert FOX in jedem Takt und jeder Note.
Normalerweise basteln sie Beats für Künstler wie Mobb Deep, Ghostface Killah oder 50 Cent, am 10.07.09 tun sie es auch für euch. Die zwei Revolutionäre des "Live- Produzierens "sind zu Gast im Dot Club im Herzen Berlins. DJ Exile und DJ DAY aus Kalifornien/USA rücken an mit 2 MPCs und 2 Plattenspielern, bearbeiten alte Klassiker und entwickeln die Hits von Morgen. Jeder Song fließt, wie bei einem DJ Set ineinander. So etwas gab es zuvor noch nie in der in der Bundes- Rapublik!
Unterstützt werden die beiden von den DJs Ghanaian Stallion und DJ Skare, die für den gewohnt guten Sound auf den "Everything Remains Raw" Veranstaltungen sorgen. Das ganze fungiert als Auftakt für die neue Veranstaltungsreihe YOYO EFFECT, die dann an jedem 2. Freitag im Dot Club stattfinden wird. Der YOYO EFFECT bringt euch wie beim gewichtsbedingten „Jo-Jo-Effekt“ die guten Hip Hop Parties zurück- die Diät ist also dahin und es gibt die volle Packung. Zu jedem Termin werden unterschiedliche Bereiche der urbanen Szene "Hip Hop" beleuchtet, diesmal sind es die Produzenten und beim nächsten Mal?
YOYO EFFECT 10.07.09/ 23H DOT CLUB/ Falckensteinstr. 47/ 10997 Berlin U- Schlesisches Tor
Wus good Is ya boi Dice I wanna let you know about my new single "Dunks On 24$ " from the LAST DROP album feat Soldier Looney check it out let me know what ya think. Peace n stay blessed WWW.DICEWON.COM WWW.REVERBNATION.COM/DICEWON
"An exquisite and imaginative London talent, Windmill combines star-gazing and
shoe-gazing without a hint of mediocre middle ground..." - BBC
"Freakoid Americana that sounds like a lost Mercury Rev or Grandaddy album. Not bad for a one-man
band from Newport Pagnell." - NME
"Timeless and Graceful. Tales of asthmatics and fashion houses, plastic pre-flight seats and boarding
lounges that you can't help returning to." - THE GUARDIAN
"[...] an impressive album of displacement anxiety with sonics to match. Think Mercury Rev making
a break up album." - THE INDEPENDENT
Einlass: 20:00 / Beginn 21:00
Tickets: 5€
NBI
Schönhauser Allee 36 (Kulturbrauerei)
D-10435 Berlin
„Mundoloco
is pure energy. Dance music from the first to the last note. Mundoloco isn’t
just a electronic live-act, it is a band. Acoustic power. Their performing
tools are „classic instruments“: keyboards, bass, drums, samples... that’s it! All
music is played live, Mundoloco doesn’t use turntables, beat machines and stuff
like that...“