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Biographie - deutsch
Die europaweite Anerkennung der deutschen Gothic Szene wäre nicht auf ihrem hohem Niveau, gäbe es da nicht Bands wie Scream Silence.
Vom Tage ihres Eintritts in die Szene im Jahr 1998 an entwickelte die Band kontinuierlich ein hochwertiges „Erbe“, vor dem sie heute bereits nicht ohne Stolz stehen kann.
Alle sechs bisher erschienen Alben ( „To die for“ (1999); „The 2nd“ (2001); “Seven Tears” (2003) , ELEGY(2004) und „Saviourine“ (2006) und vor allem „Aphelia“ wurden ausnahmslos mit Enthusiasmus nicht nur aus der Gothic Gemeinschaft begrüßt. Musik Magazin Institutionen wie Orkus und Zillo werteten einige Alben ohne Umschweife als „Album des Monats“, Musikerkollege Wayne Hussey (The Mission) kürte gar „ELEGY“ im Sonic Seducer 2005 zu seinem persönlichen Album des Jahres, für die Band mehr als nur ein Ehre.
Scream Silence Produzent und Mastermind Hardy Fieting ließ nach Ihrem umjubelten Debüt „To Die For“ auf ihrem zweiten Album “The 2nd” . zusammen mit seinen Bandmitgliedern keinen Zweifel daran aufkommen, dass sich die Band nicht auf ihren schnellen Lorbeeren ausruhen würde – und das Resultat sprach erneut für sich. Das Album wurde von den Kritikern der Musikpresse unter anderem als „Gothic Rock des neuen Zeitalters“ gewürdigt und kletterte problemlos in alle relevanten europäischen Genre Charts. Es fand sich sogar in einigen Charts Osteuropas auf guten Platzierungen wieder.
Beinahe über Nacht stand die Band plötzlich als Headliner auf Touren und Festivals wie dem hoch dekorierten Wave Gotik Treffen in Leipzig und gewann in Folge dessen eine sich rapide vergrößernde Fan Basis hinzu.
Zu Beginn des Jahres 2002 verließen zur großen Überraschung der übrigen Bandmitglieder Bassist Rene Schulze und Gitarrist Joerg Rennewald die Band, um sich eigenen Projekten und Solokarrieren zu widmen. Es bedurfte einiger Anstrengung, um nicht nur zwei würdige „handwerkliche“ Nachfolger für Rene und Joerg zu finden – die „Neuen“ mussten vor allem auch in der Lage sein, mit mehr als nur ihren musikalischen Fähigkeiten die Band mittragen zu können. Man wurde fündig in dem Gitarristen Robert Klausch und dem Bassisten Cornel Otto, beide von der lokalen Berliner Bandgröße namens Scroon und seit Jahren gut befreundet mit ihren Bandmates von Scream Silence.
Zusammen mit den beiden Gründungs-mitgliedern, Mastermind Hardy Fieting und State-of-the-Art Drummer Heiko Wolf, formten sie nun den neuen kreativen Kern der Band, der schon bald wieder für bemerkenswerte Resultate sorgen würde.
Immer wenn ungeplante Veränderungen eintreten, verändern sich auch die Umstände und es wurde sehr schnell deutlich, wie gut die Band mit dieser einschneidenden Veränderung umgehen konnte. Als Scream Silence ein Jahr später im Frühjahr 2003 ihren nächsten Meilenstein „Seven Tears“ in die Gothic Welt rammte, hatten Fans und Kritiker gleichermaßen das Gefühl, dass sie gerade Zeuge von Historischem wurden: das Meisterstück barg eine extensive, emotionale und kompakte Tiefe, die in dieser Form noch nicht da gewesen und für dieses Musik Genre schlicht bahnbrechend war. Rezensionsgrößen wie das Magazin Zillo belohnten dieses Werk mit „Album des Monats“ Ehren und Orkus verlieh nicht weniger als 10 von 10 möglichen Bewertungspunkten. All das ereignete sich trotz der Tatsache, dass das zu dieser Zeit für die Band verantwortliche Label Moonstorm Records aus Berlin keinerlei Promotion für das Album betrieben hatte. „Geldmangel“, so das Label, sei dafür verantwortlich gewesen.
Umso erstaunlicher aber war der Erfolg des Albums trotz dieser unglücklichen Situation, denn es setzte mehr als doppelt soviel Exemplare ab als sein Vorgänger “The 2nd” .
Aber das sollte noch nicht alles sein: ein legendäres Live - Set auf den Herbstnächten auf Burg Rabenstein bei dem kein geringerer als , Adam Pearson Gitarrist der Sisters of Mercy aus Leeds, England sehr zur Überraschung des Festivalpublikums zusammen mit Scream Silence auf der Bühne stand, setzte den fulminanten Schlusspunkt hinter das bis dato erfolgreichste Jahr der Bandgeschichte.
In dem zur Neige gehenden Jahr hatte die Band mit etwas Abstand realisiert, dass alles wofür sie so lange so hart gearbeitet hatte und viele ihre künstlerischen Ziele tatsächlich erreicht waren. Trotz der Tatsache, dass Bassist Cornel Otto im Verlaufe des Winters bereits signalisierte, die Band zum Frühjahr 2004 aus wichtigen persönlichen Gründen zu verlassen, gelang es Scream Silence, sich auf die Zielsetzungen für das anstehende neue Jahr zu konzentrieren.
Zudem half diesmal ein glücklicher Umstand, oder mehr noch Zufall, dass der Bassist des Goth-Metal Projekts „Tunes of Dawn“, Hagen Schneevoigt, dem Vorschlag nachkam, die vakante Bassisten Position zu übernehmen. Hardy Fieting, Heiko Wolf und Robert Klausch waren mehr als erleichtert, als sich schon bald herauskristallisierte, wie gut Hagen in die Aura und das musikalische Konzept der Band passte.
An diesem Punkt entschieden Scream Silence, dass die Zeit reif war, den nächsten großen Schritt zu tun:
Im Frühjahr 2004 gründeten sie ihr eigenes Record Label Plainsong Records und begannen gleich darauf die Arbeiten an ihrem vierten Album, „Elegy“.
Es entspricht ohne Zweifel der ausgeprägten Fähigkeit zur Nachhaltigkeit die diese Band immer etwas besonderes entwickeln lassen wird, dass „Elegy“ sich kurzerhand zum neuerlich bestverkauften Album der Band Geschichte entwickelte.
Scream Silence schöpft in dieser Phase aus einer scheinbar unendlichen Schaffenslust und setzt zahlreiche wichtige Akzente für sich und das Umfeld, vor allem auch endlich kommerzieller Natur. Es fühlt sich einfach gut an, wenn man die einzelnen Erfolge in dieser Hinsicht betrachtet und innerlich wahr nimmt, dass man es der Band von Herzen gönnt, dort angekommen zu sein.
Opener auf der Mainstage eines der renommiertesten Open Air Festivals in Europa, dem Mera Luna Festival 2005 in Hildesheim/Hannover, oder Headliner des größten Gothic Festivals in Nord Osteuropa (Helloween 2005 Vilnius/ Litauen), sowie Co-Headliner des größten Gothic Festivals in Zentral Mitteleuropa (Castle Rock, Bolkow (Polen) sein zu können, ist nicht nur eine exquisite Einladung auf einem Festival aufzutreten.
Auch die restlos begeisterten Fans in der während des Scream Silence Auftrittes brechend vollen Agra Halle des Wave Gotik Treffens (WGT) 2005 in Leipzig können ein eigenes Lied von der fulminanten Aura dieser Band singen.
Da kommt es auch nicht von ungefähr, dass die Band dabei eine weitere qualitativ hochwertige Entdeckung macht. Bedingt durch die kurzzeitige Erkrankung ihres Gitarristen Robert Klausch, sah sich die Band im Herbst des Jahres 2004 mit der unangenehmen Situation konfrontiert, mangels Gitarristen bereits zugesagte Live-Gigs möglicherweise absagen zu müssen.
Es war Hagen Schneevoigt, der die Idee hatte, den exzellenten anzusprechen und ihn zu überzeugen für Robert und die Band live einzuspringen.
Rene Gödde, seines Zeichens Gitarrist von Hagens eigenem Band Projekts „Tunes Of Dawn“ vertrat Robert technisch exzellent und addierte nach dessen Genesung und Rückkehr auch unversehens eine derartig eindrucksvolle zusätzliche Präsenz zum Live Bild der Band, dass er aus dem nun entstandenen Gesamtbild schon nicht mehr wegzudenken ist.
Abgesehen davon passt er auch zufällig hervorragend in das Konzept, ein neues, deutlich Gitarren lastigeres Album zu entwickeln.
Während der Sommer 2004 von der Band ausgiebig genutzt wurde um die zahlreichen Anfragen zu Live Auftritten in die Tat umzusetzen, hatte sie doch im Hintergrund bereits begonnen dieses avisierte, deutlich akzentuiertere Album-Projekt in die Tat umzusetzen.
Hardy Fieting und sein Berliner Kreativ-Ensemble verwandelten sich erneut in Nachtwesen und versammelten sich ganz im bindungsintensiven Stil der Band über einen Zeitraum von acht Monaten Abend für Abend im Band Studio, um bis tief in die Nacht an Ihrem nächsten Meilenstein Produkt zu arbeiten.
Die Einflüsse aus den Erlebnissen der Post-Elegy Zeit, sowie die vielen hinzugefügten musikalischen Kontakte und Erfahrungen im Austausch mit anderen Musikern, sowie wie immer auch sehr viel Strömungen und Empfindungen aus dem eigenen tiefen Inneren, haben ihren Weg in dieses neue Werk gefunden.
„Saviourine“ wurde im Januar 2006 in Deutschland veröffentlicht und kurze Zeit darauf auch über die neuen Vertriebspartner in nahezu ganz Mittel- und Osteuropa.
Besondere Aufmerksamkeit wurde zu diesem Album der Video Produktion zur Single „Creed“ gewidmet. Mit erheblichem Aufwand und feinnervig zusammengefügter Kreativarbeit wurde im Umland Berlins intensiv verfilmt was im Final Cut als ein hochinteressantes, filmisch wie musikalisch anspruchsvolles Werk daher kommt, und heute als Referenz für viele Videos des Genres gilt.
Doch die Band ruht sich nur kurz auf den selbst erschaffenen Lorbeeren aus und beginnt nach einigen Live Auftritten sofort mit der Arbeit an "APHELIA" - ihrem sechsten Werk. Düsterer soll es werden, nachdenklicher... Man bedient sich in dieser zeit erstmalig an Elementen der Progressive und Alternative Szene und fügt sie scheinbar selbstverständlich dem eigen Bandsound zu. Hingegen allen Bedenken, die Band würde sich von ihrem Publikum entfernen, entsteht so ein Album von selbst für Scream Silence unbekannter Schönheit und Wärme. Und verkauft sich europaweit mehr als doppelt so oft wie der Vorgänger, und dies in rezessiven Zeiten, wo selbst Major Firmen das Musikgeschäft aufgeben.
Müde von der als Trilogie angelegten Arbeit der letzten Jahre ziehen sich Scream Silence Anfang 2007 erst einmal zurück und beginnen erst gegen Jahresende die Arbeit am neuen Album. Niemand weiß bis dahin wohin die Reise gehen wird, nur eins ist klar: Man will den eingeschlagenen Weg weitergehen und noch konsequenter die eigenen Ideen umsetzen ohne Rücksicht auf Hitverdächtigkeit, die Scream Silence ohnehin seit ihren Anfangstagen verinnerlicht haben. Es geht ums Hinzufügen weiterer Elemente und um ein neues Album Konzept. Die innere Leere eines Verzweifelten gibt die Vorlage für APATHOLOGY. In über 10-monatiger Arbeit ensteht das Werk und wird trotz Unterbrechungen durch eine ernsthafte Kehlkopfkrankheit Fietings am 14.11.2008 veröffentlicht.
Wohin der Weg gehen wird , ist nun klar. Und Scream Silence werden ihn gehen, so lange die Füße sie tragen.....
FMG / Plainsong Records
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