Heutzutage bin ich des Redens kaum mehr maechtig. Es faellt mir tatsaechlich schwer, in ganzen, sinnvollen Saetzen zu sprechen - und gar scheint es mir, als haette ich es so gut wie verlernt. Ich kommuniziere ueber Buchstaben, die man liest, aber nicht hoert. Und ich weiss nicht - diese Wortkonstruktion benutze ich sehr oft - wie ich das deuten soll.
Ich bin schwierig und waere von der Person her gerne leichter. Ich erschrecke oft vor mir selbst, weil ich Dinge tue, sage und andeute, die ich selbst nicht zu verstehen in der Lage bin. Ich bin eine seelische Baustelle und war in den letzten 18 Jahren nicht in der Lage, herauszufinden, wer ich wirklich bin. Ich denke ueber viel zu vieles zu lange und zu sehr nach, sodass es mich jedes Mal von neuem erniedrigt und peinigt; aber ich kann es nicht lassen. Ich weiss nicht, ob ich ueberhaupt rausfinden moechte, was mich wirklich auszumachen scheint. Ich habe Angst vor mir selbst. Und wundere mich, wieso mich so viele zu moegen scheinen.
Ich werde mich hier in keinem Wort selbst beschreiben. Ich habe es oft genug versucht und bin jedes Mal an der Illusion meiner selbst gescheitert. Mir bleibt nichts anderes uebrig, als zu sagen, dass es die Aufgabe - sofern gewuenscht - eines jeden selbst ist, sich ein Bild ueber mich zu machen. Die einen werden es moegen, die anderen nicht; das ist in saemtlichen Dingen so.
Warum ich das alles niederschreibe? Ich weiss es nicht... warum liest Du es?
« Ich sehe, wie das Leben an mir vorbeirauscht
und die Dinge gnadenlos mit sich zieht,
die mir so viel bedeutet haben. »
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