Sie waren jung, ein wenig nassforsch und überzeugt von ihrer Mission: Unbekümmert traten sie Mitte der 90er an, den Begriff Weltmusik neu zu definieren. Heute, 12 Jahre, drei Alben, ein Dutzend einschlägiger Preise und Tausend Konzerte später, hat ihr Wirken Wurzeln geschlagen. Sie selbst sind noch immer mit Feuereifer und Heidenspaß bei der Sache.
Anfangs galten sie als die Wunderknaben des Folk. Ihr erstes Album „Acoustic Power“ mischte 1996 die Szene gründlich auf, die frische Brise ihres Crossover aus unterschiedlichen Stilen und Epochen zeitigte Begeisterung und auch ein wenig Verstörung. In den folgenden zehn Jahren sind sie im Land und auf dem Kontinent ausgiebig herum gekommen und haben die Ohren dabei weit aufgesperrt. Sie haben sich an den Instrumenten vervollkommnet, sind reifer geworden, ohne ihre Spontaneität dabei verloren zu haben. Das zweite Album „Vibes“ legte 2006 eindrucksvoll Zeugnis von dieser Entwicklung ab. Auf das dritte Album muss nun nicht mehr ein volles Jahrzehnt gewartet werden – hier ist es!
An Ideen hat es den fabelhaften Vier nie gemangelt. Ihr musikalischer Ansatz ist dabei unverändert geblieben. Das darf er auch, denn das Konstante bei ULMAN ist die ständige Überraschung, der inhaltliche Rahmen und das zuverlässige Fallen aus demselben. Die Musik ist ein kreatives Spiel mit Einflüssen aus allen Regionen, Kulturen und Zeitaltern, oft gewagt in der Mischung, aber nie ohne Respekt vor den Ursprüngen.
Mit ihren World Beats, Ethno Grooves und Sounds dürfen sich ULMAN zu den wichtigsten Vertretern der Umwälzung in der Weltmusik-Szene im vergangenen Jahrzehnt zählen. Ein Markenzeichen der (Familien-)Band ist ihr ungewöhnliches Instrumentarium und die Klänge, die sie daraus hervorholen. Sie scratchen HipHop auf der Drehleier, erzeugen TripHop-Beats mit dem diatonischen Akkordeon, hardrocken mit der Posaune und kitzeln verwirrend flirrende Rhythmik von Hand aus dem breiten Percussion-Set. Neben dem „richtigen“ Schlagzeuger und neben Bratsche und Violine liegt immer das Powerbook für Samples, Loops und Flächen bereit.
Und so oszilliert das akustische Geschehen locker vom Mediäval Klang zum Clubsound, vom Jazz zum Rock, vom exotischem Ethno zu eingängigem Pop. Manchmal alles in einem Stück. Liest sich kompliziert – ist es aber nicht. ULMANs Kompositionen sind kompakt und griffig und stecken voll phantasievoll-quirliger Musikalität. Live kommt die Band lockerleicht, frisch und improvisatorisch über die Rampe – die eigentliche Songidee gerät dabei aber nie ausser Hörweite. Musik zum Tanzen und Zuhören in einem – am Besten für jene, die beides gleichzeitig können. Wer das nicht kann, für den gibt’s die Band live und die CD für den Kopfhörer.
Nun ist es endlich so weit! Meine neue CD "Über die Verhältnisse" gibt es überall im Handel und auf meiner Homepage www.dermenschistgut.de! Viel Spaß, Euer Johannes
Hallo ULMAN, anbei noch ein Konzerttipp für diese Woche: Am Donnerstag, den 17.9.09 kommen die tanzwütigen SkaFolker RISERVA MOAC aus Italien in die naTo, beginn 20:30 Uhr. Wir würden uns freuen euch dort zu sehen.
Wir freuen uns sehr, dass unser Debüt Studio Album "Berlin Tango"ab sofort überall im Handel und im Internet erhältlich ist! 4 Songs gibt es zum Reinhören auf unserem Profil! Wir wünschen euch einen wunderschönen Tag mit wunderschöner Musik! Beste Grüße! bassa
Jerome Gemander hat einen Dokumentarfilm über uns gedreht den ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Ab jetzt auf Youtube: "Als der Zirkus in Flammen stand"