| |
Nachdem uns die Berliner Plattenfirma Noise in diesem Monat bereits mit dem starken Debut der englischen Gruppe 'Ssbbat' beglückt hat, steht mit dem Erstlingswerk GO AND LIVE...STAY AND DIE der fränkischen Combo Vendetta eine weitere höchst interessante Thrash-LP in den Läden. Ursprünglich war die Band, die erstmals mit dem guten SYSTEM OF DEATH- Demo auf sich aufmerksam machen konnte, beim holländischen Roadrunner- Label im Gespräch und sollte ihren Vinyleinstand auf dem TEUTONIC INVASION- Sampler feiern. Doch die Gruppe entschied sich anders und unterschrieb einen langfristigen Vertrag bei Noise Records. GO AND LIVE...STAY AND DIE wurde einmal mehr vom Thrash-Experten Harris Johns produziert und bietet technisch anspruchsvollen, sehr riffbetonten Thrash, der eindeutig Parallelen zu Metallica, Megadeath und Exodus aufweist. Leider ist der Gesang, den sich die beiden Gitarreros Micky und Daxx teilen, alles andere als berauschend und ein Großteil der Tracks einfach zu lang. Trotzdem ist es Vendetta gelungen, ein sehr ein sehr vielversprechendes Debut-Album vorzulegen, was für die Zukunft hoffen läßt. Übrigens solltet ihr unbedingt einmal das beiliegende Text-Blatt zur Hand nehmen und euch die interessanten, sehr sozailkritischen Lyrics zu Gemüte führen. Knapp sechs! -Buffo-
Das Jahr 1988 ist ja noch sehr jung, aber schon jetzt behaupte ich, daß wir mit VENDETTA`s LP die Debut-Sensation aus deutschen Landen vorliegen haben. Man merkt der Truppe an, daß man viel an sich gearbeitet hat. 'Go and live...stay and die' ist eine 100%ige Steigerung zu den schon sehr guten Demos. Ob man die Nadel beim kritischen Opener 'Suicidal Lunacy' auflegt oder das komplexe 'Systems Of Death' sich zu Gemüte führt, VENDETTA bieten abwechslungsreichen, komplexen und mit vielen Breaks unterlegten Speed der ersten Güteklasse. Auch wenn die Band nicht in die übliche Schublade geschoben werden will, dieses Album wird vor allem Speed/Thrash- Fans ansprechen, also wohl den Großteil der Rock Hard-Leser. Große Kritikpunkte lassen sich eigentlich nciht feststellen, vielleicht der manchmal etwas monotone Gesang, der im übrigen allerdings erstklassig zur Musik paßt, geht einem ein wenig auf den Nerv. Ansonsten kann man aber noch zufrieden sein, sowohl von seiten des Labels über diesen glücklichen Fang, als auch von seiten der Fans über eine weitere erstklassige deutsche Band. Ne ganz fette 8,5 (von 10!) -Frank Trojan-
Schon aufgrund des ersten Demos hatte ich Vendetta den Plattendeal prophezeit (MS Nr.4) nun liegt die LP vor mir und entpuppt sich, wie nicht anders zu erwarten, als Knaller erster Qualität. Obwohl die schnellen Passagen dominieren, werden die sieben, zum Teil recht langen Songs von zahlreichen Breaks und Tempowechseln durchzogen, die dafür sorgen, daß keine Langeweile aufkommt. Am besten gefallen mir der schnelle Opener'Suicidal Lunacy' und 'Traitor´s Fate', beide vom zweiten Demo, aber auch der Rest zählt sicherlich zum besten, was er derzeit in der deutschen Metal- Szene gibt. Hinzu kommt die glasklare und knallharte Produktion, die einmal mehr Harris Johns übernommen hat, so daß es außer dem einfallslosen Cover nichts zu bemängeln gibt. Vendetta sind zwar nicht 'die deutschen Metallica', aber immerhin eine weitere hoffnungsvolle Band, die noch für einiges Aufsehen sorgen wird. 13 Punkte -Frank Göhringer- |