Aktuelle Bands/Projekte: AMI ALLSTARS + BEHIND THE BLUE + P.C.CRAVEN + THE CURVES + DER GROSSE BRUDER + DJ CUE BERT + FLIEGENDE STEINE + HIGHPRIESTS OF LOVE + MASSLOS + ME & MYSELF + MINOR MIKE + MØTØRBØRK + MOX + M-SPHERE + NIGHTTRAIN + RÖHRTAL VIPERS
Influences
MEKKA + ALPTRAUM + HBKG + RÖHRTAL ROCK & BLUES BAND + CRYPTIC FLOWERS + LIZARD + METRØX + MUSIKERINITIATIVE RÖHRTAL E.V.
About AMI - Die Andere MusikerInitiative im Röhrtal
Zum Ende der 1980er Jahre befand sich die umtriebige Röhrtaler Rockmusikerszene im Umbruch. Viele von denen, die diese Szene
fast ein Jahrzehnt lang geprägt haben, verschwanden nach und
nach. Bands lösten sich auf, die Mitglieder verstreuten sich
im Land oder zogen sich ins Privatleben zurück. Die Übriggebliebenen
und die Nachrückenden sahen sich mit einer unbefriedigenden Situation konfrontiert: Es gab keine Proberäume,
was die Gründung neuer Bands schon im Keim erstickte und die gelegentlichen „Ein-Mal-Projekte“ - bei denen Nachwuchsmusiker
mit Etablierten zusammen spielen um zu lernen und überhaupt
die Chance zu haben vor Publikum aufzutreten - wurden nach
dem Wegbrechen der letzten Auftrittsörtlichkeiten
(ab 1990 verbot das Ordnungsamt dem "Metropol" Live-Konzerte)
immer rarer. Ein Großteil der Musiker ging danach auf Distanz
zur Stadtverwaltung und auch zum städtischen Jugendzentrum.
Das neue Jahrzehnt begann, wie das alte endete:
Rockmusik fand im Röhrtal fast nicht mehr statt.
Im Herbst 1990 tauchte als Unterzeichner eines Leserbriefes
in der lokalen Presse erstmals ein Name auf, hinter dem sich Leute verbargen die diese verfahrene Lage nicht mehr hinnehmen wollten:
MUSIKERINITIATIVE RÖHRTAL.
Schon dieser unorganisierte Zusammenschluss schien im Sunderner
Rathaus Unruhe zu verbreiten: Plötzlich bemühte man sich
um Lösungen – oder man tat zumindest so - fand aber keine.
Ungeklärt auch, welches Amt oder welcher Ausschuss für die Belange
der Musiker zuständig sein sollte, die nicht den etablierten Gesangs-
oder Musikvereinen angeschlossen sind. Bezeichnend, dass schließlich
nicht etwa der Kulturausschuss, sondern der für Schule und Sport Gesprächspartner war. So beschlossen die Musiker nicht länger
zu warten, sondern selbst zu handeln und das Establishment mit dessen eigener Waffe herauszufordern: Mit der Gründung eines Vereins.
Am 1. April 1991 traf man sich zur Gründungsversammlung der Musikerinitiative Röhrtal (MiR). Der neue Verein gab sich eine Satzung,
wurde ins Vereinsregister eingetragen und bekam die „Gemeinnützigkeit“ zugesprochen. Man mietete ein kleines Probenhaus an, das in
monatelanger Eigenarbeit (und natürlich zu 100% ohne Zuschüsse)
umgebaut wurde und zeitweise 8 Bands gleichzeitig beherbergte.
Plötzlich standen der MiR als Organisation Türen auf, die sich einzelnen Musikern oder Bands nie geöffnet hätten. Auch der Boykott des Jugendzentrums (in den 80ern – neben dem „Metropol“ - der wichtige
Ort für Live-Rock im Röhrtal) wurde beendet.
Diese neuen Möglichkeiten lösten einen Boom aus, auf dessen Gipfel
das 1993 erstmals stattgefundene MiR-Festival der Öffentlichkeit eindrucksvoll die Vielseitigkeit der heimischen Musikszene präsentierte.
Doch mit diesem Höhepunkt - der eigentlich erst der Start in eine
großartige Zukunft sein sollte - begann schon der langsame und später unaufhaltsame Abstieg der MiR. Die Gründer zogen sich – anstatt
die Zügel fest in den Händen zu halten und konsequent die Richtung vorzugeben – aus der Vorstandsarbeit und schließlich aus dem Verein
zurück, der zunehmend in Passivität, Dilettantentum und Lustlosigkeit -
bis zu seiner Auflösung im Jahr 2000 - vor sich hin dümpelte. Schon im Oktober 1993 riefen die ehemaligen MiR-Köpfe die AMI – Die Andere
Musiker Initiative - aus. Kein weiterer Verein, sondern ein
Zusammenschluss aktiver Musiker und Kulturinteressierter, die nicht
immer nur warten wollen.
Von der AMI wurden seit dem etliche Veranstaltungen organisiert, durchgeführt und unterstützt und regelmäßig CD-Sampler mit Werken
der angeschlossenen Musiker veröffentlicht. Immer wieder finden sich
hierfür bandübergreifende Projekte zusammen, die auch gerne dem interessierten Nachwuchs die ersten Schritte ins Rampenlicht ermöglichen. Die AMI ist nicht nur Ansprechpartner für (fast) alle Probleme, denen
Rock-, Pop-, Jazz- und sonstige Musiker (und auch andere
“Kulturmachende”) gegenüberstehen, sondern bietet auch eine Reihe
von Hilfeleistungen an, die den Mitgliedern zu günstigen Konditionen
bzw. kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Aktuelle Informationen gibt es auf der Webseite, durch Rundschreiben,
durch elektronische Newsletter, durch den AMI-Kurier - und nicht zuletzt
auch durch persönliche Kontakte. Mitmachen können Einzelpersonen und Bands. Aber natürlich ist die AMI auch Gesprächspartner für alle Nichtmitglieder.
Nach 15 Jahren ist die AMI noch da. Für sich selbst und alle die an Musik glauben - jenseits von Castingschau und Wegwerfkultur.
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