homoformianced... - kewego Ausschnitt aus der Media-Mix-Produktion "Homoformance" der S3LiteraturWerke in Zusammenarbeit mit MaiNull3. Aufgeführt wurde das Format u.a. im Rahmen des "100-Grad-Theaterfestival" 2008 in Berlin.
Kitaplar
STIMMEN zu MAKELLOS. Gedichte
Bresemann ist ein Straßenkehrer unter den Berliner Lyrikern, wobei er in jeder Stadt kehren könnte: seine Beobachtungen sind städteübergreifend-menschenuntergrabend allgemein: So ist das Büchlein voll von Entdeckungen von Alltagshohlräumen und Vereinsamungsnischen: die Sprache zeigt sich hier in seiner Unbrauchbarkeit für das Hinfinden zum Anderen: "offen liegt der tag vor dir, / doch du findest nicht hinein: überall": "du / bist nicht einzigartig. / nicht in deiner einsamkeit, / nicht außerhalb": postromantisch blauen die Bilder und wünschen sich die Möglichkeit eines Zueinander-Findens.
Keineswegs melodramatisch, aber sensibel direkt durchdringt er das, was diese Mauer der Umgrenztheit verschuldet: Wir sind alle zu beschäftigt mit News, Konsum und dem prallen Leben. Dabei ist die Formenfülle der Gedichte nur allzu veranschaulichend multivalent. "Makellos" liest sich als ein mehrstimmiges Simultangedicht, zeitgenössisch überfordernd, hyperaktiv und reizüberflutend, ohne "metaphorische Sackgassen". Trotzdem: Bresemann ist kein fast-food, schwer verdaulich vielleicht, aber keineswegs schnelllebig, sondern ein intensives Erlebnis.
Steffen Dürre @ kulturfischer
Gute Lyriker(herren) fangen mit BR an. BRecht, BRinkmann, BRaun, BRasch, BRodsky. Sollen die sich nicht alleine fühlen im Regal! Also bitte auch BResemann anschaffen. Gedichte von/ aus der medien- und trashgefütterten Lieblichkeit dieser Welt. Gratplantagen und Feuerkulturen. Noch ganz undurchgrünbeinisiert!
the mysterious "perrudjo" @ tubuk.com
Da ist der Gedichtband „Makellos“, dessen Autor Tom Bresemann in abgeklärter, schnoddriger Sprache Medienwahnsinn und Großstadtalltag in freie Verse bringt.
Felix Lüttge, taz
Nichts mit "neuen Milden" aus Berlin - Tom Bresemanns Lyrikdebüt ist das eines zornigen jungen Mannes,
ein gewitztes Sprachkonglomerat aus Bildungsgut und Gegenwartswut. Oberseminarton trifft auf Bordsteingefluche.
Und die technische Alltagssprache wird auf ihren doppelten Boden zurückgeführt: "die wirklichen dinge (c)"
verweisen auf "ihr zeichen", denn "in wenigen augenblicken werden sie weitergeleitet". In Titeln wie
"All You Can Eat" oder "relevanter realismus" werden Gegenwartsphrasen im Vorübergehen zu Erkenntnisquellen;
sperrige Sprachbefragung statt sanft fließenden HipHop-Gedudels. Viel Vorfrühling, viel kühles Blau, etwas wird
erwartet, ist jedoch (noch?) abwesend. Man wird überrascht, spontane Gefühle entstehen beim Lesen:
Der Dichter aber ringt um Nüchternheit ("ein unbewachter parkplatz ist noch keine gefahr"), möchte nicht
zu viel vom Leben erwarten ("es tut mir leid, sie werden sterben"), doch dringt immer wieder Enttäuschung durch
die Zeilen ("der morgen - / ein scheuer pittbull im blutrausch. / du weißt doch, dass man dem nicht / in die augen schauen soll").
Ironie und Misstrauen überall, nichts ist, was es vorgibt zu sein, alles ist vergiftet, alles retro, "es geht voran, gerade / im rückgriff".
Geniale Sätze ("heute ist der erste tag seit langem") neben lässiger Denglish-Attitüde ("repeat 'til fade") und Banalem
("...jedes jahr / auf dem kalender die hoffnung, die / angst...") - Zivilisationsspott, Computersprech und gelegentlicher
Hölderlinklang vermengen sich zu einem nicht ganz nüchternen Blick aus dem Badfenster. Wirklich gelungen ist das
Gedicht über das Fernweh des weißen Mannes "In die Pilze" (..."studien im lendenschurz"). In allen Texten, in den
Beobachtungen und Bildern viel Sexualität, aber kein Gegenüber. Und auch im finalen ländlichen Poem "Idyllisch":
Kein wirkliches du, nirgends. Ein Einsamer, der wenn er du sagt, sich selbst meint. Die sehnsüchtige Leerstelle, spürt
man beim Lesen, ist gewaltig. Und man ahnt: Da kommt was... Eine belebende Lektüre, hinter deren demonstrativer
Rotzigkeit die großen Fragen aufscheinen.
Martin Jankowski (literaturkritik.de)
Gegenstand der Bresemannschen Lyrik sind ganz alltägliche Dinge: der Morgen, an dem man besser im Bett geblieben
wäre [der tag beginnt mit beschissen grinsenden fressen], der Adventseinkauf, der selten so harmonisch ist wie der Klang
dieses Wortes [fristgerecht geplünderte strümpfe], die Angst vor dem sozialen Abstieg, vor stigmatisierender Arbeitslosigkeit
[im ranking unten durch zu sein, ist wenigstens position], das Herumliegen mit Freunden [An einem ganz normalen und
geradezu leer vor sich hinlaufenden Nachmittag, in einem ganz normal und geradezu leer vor sich hinliegenden Park].
Der thematische Topos „Alltag“ lässt den Band aber keineswegs zu einer Banalitätensammlung schrumpfen. Neben schönen Augenblicken, die man nur allzu oft übersieht, handelt diese Lyrik von ernüchternden und beängstigenden Aspekten, die nur allzu gerne verdräng werden. Es geht um einen Alltag voller (Wort)abfälle, Schadstoffbelastung, Kontoauszüge, Statistik: [Überall alarmierende sicherheitslücken] und [im kühlschrank krebs].
Vor allem ein Utensil des bundesdeutschen Alltags findet viel Beachtung: der Fernseher. Er ist in Bresemanns Beschreibungen ein fester Bestandteil von Dir, von Deinem Leben, der Gesellschaft, in der Du lebst, sogar [der frühling ist ein videoclip].
Das wäre die harmlose Lesart, die treffendere Teil-Ganzes-Beschreibung ist: Du bist fester Bestandteil Deines Fernsehers, dessen Leben Du wie ein roter Faden durchziehst, aber [soviel du auch zappst, es ändert nichts]. Die irreal reale Messlatte einer Mattscheibengesellschaft: [die news spritzen ab].
(...)
Bresemanns Kritik an den Verhältnissen ist subtil – und vor allem poetisch.
Miriam Spies (Berliner Literaturkritik)
Tom Bresemann ist Zyniker, Schwächensucher und Spötter [...]
Tom Bresemann ist ein liebevoller Chronist von Alltagsvorgängen, ein Harmoniesüchtiger und Idealist [...]
Bresemann ist vieles. Wie vielseitig der Lyriker ist, [...] zeigt er auch in seinem Gedichtband Makellos [...].
Gedichte, in denen Bresemann zeigt, dass er das Leben nicht verstehen will - damit er seine Neugier behält,
immer weiter beobachten kann, zerstören und versöhnen.
Sassan Niasseri, TIP Stadtmagazin Berlin, Nr.11/2008
"Hier kündigt sich ein schreibendes Wildschwein an, um sich in naher Zukunft als formal wie inhaltlich exquisiter Polit-Porno-Poet zu entpuppen." P.M. @ tubuk.com
Thien Tran, Köln: "ich habe zuerst an Hans Magnus Enzensberger gedacht, und dann an Kurt Cobain."
Ronald Götting, TIP: "Nur vereinzelt fragt man sich, wovon er eigentlich redet."
"ich tu mich manchmal schwer mit lyrik, aber das hier ist etwas komplett anderes, etwas besonderes, neues. sich selbst wiederfindend" coquille @ tubuk.com
Hi Folks! Gerade wurde ich für den NDR Comedycontest nominiert. Dafür brauche ich Eure Stimme! Es sind nur zwei Klicks und Captcha-Buchstaben eingeben, also kein Anmelden oder so zeitraubendes Procedere. Einfach bis kommenden Montag auf http://www.myspace.com/ndrcomedycontest gehen. Man kann übrigens mehrfach abstimmen ;-) Ein dickes Dankeschön!!! Nico
KAT FRANKIE | SUSIE ASADO Samstag, 7. November Ballhaus Ost Pappelallee 15. P'berg. 7€ | 20Uhr (pünktlich!) :) k. - - - P.S. Here's a link to facebook if you'd like to RSVP or spread the word (you'll need to log-in): http://lnk.ms/2sJH8 thanks. :)
Hello! what are you doing next Saturday? Kat Frankie and I are playing a show at Ballhaus Ost. That is Saturday the 7th. We are going to start right at 8 p.m. Would be lovely to see you there. Sweet cozy days to you. Susie
Ganz Berlin träumt von der Liebe, denn dort ist sie ja zuhaus. Ganz Berlin träumt dieses Märchen, wenn es wahr wird. Ganz Berlin grüßt dann das Pärchen, das ein Paar wird. Ganz Berlin singt immer wieder, immer wieder nur vom Glück.
Ich möchte mich einfach mal bei Dir für Deine Freundschaft bedanken und hoffe Dir geht's gut?!
Marinco hat auf seiner Seite www.myspace.com/MarincoLebtMusik den brandneuen Song "Diese Welt" hochgeladen. Vielleicht hast Du kurz Zeit und Lust für hören & fühlen?
Schreib Marinco persönlich Deine Meinung zu seinem neuen Song! Er ist gespannt darauf! www.myspace.com/MarincoLebtMusik
Reinste Berliner Kellerluft Zyankali wird Deutschlands erste Sauerstoff-Bar Seit nunmehr 18 Jahren leistet die Zyankali-Bar, das Institut für Unterhaltungschemie in der Kreuzberger Großbeerenstraße 64, Pionierarbeit und setzt neue Trends in der (Berliner) Event-Gastronomie. Neben dem in der Bar-Szene wohl einmaligen Interieur bekommt der Gast in dieser Bar immer die neuesten Innovationen von anderswo oder aus den hauseigenen Laboratorien gereicht. Für Tom K. Ehrensache. Der gelernte Chemotechniker verbindet Gastronomie mit Inspiration. So wurde das viel diskutierte Thema Nichtraucherschutz hier zum Fokus einer neuen Geschäftsidee. Nach erfolgreicher Umsetzung des Gesetzes geht es nun in konsequenter Weise einen Schritt weiter. Ab 01.10.2009 verfügen die Gäste über die Möglichkeit, reinsten Sauerstoff über einen Sauerstoffkonzentrator (Kröber O2) einzunehmen. Verabreicht per steriler Atemmaske gibt es 95%igen medizinisch reinen Sauerstoff. Dieser erfrischt Körper und Geist, unterstützt die Versorgung von Muskeln und Organen und hilft, einen Kater zu vermeiden. Eine Sauerstoffvergiftung mit Schädigungen der Lunge (Lorrain-Smith-Effekt) ist bei verabreichten Sauerstoffmengen (15 min / 95% / 4 l) nicht zu befürchten. Außerdem gehen an diesem Tag die ULPA-Standard Reinraumfilter in Betrieb. Das bedeutet: Die Luft in der Zyankali-Bar wird über eine 7-stufige Filterung und Entkeimung von allen Partikeln größer als 100nm (1 Haar~70000nm !) befreit, UV-entkeimt und mit Ozon angereichert. Damit wäre ein weiterer internationaler Trend nach Deutschland gebracht. Neben Tokyo, London, New York und San Francisco hat nun auch Kreuzberg eine Sauerstoff- Bar. Die feierliche Eröffnung findet am
01.10.2009 um 20:00
statt, natürlich im ebenfalls neuen Shiatsu-Massagesessel.
Der Preis pro 15min. Sitzung Sauerstoff: EUR 8.- incl. Atemmaske. Massage: EUR 5,- Beides: EUR 12,-
Ein Teil der Einnahmen geht an Ärzte ohne Grenzen.